Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 59 (1915)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Kontinentalsperre und die deutschen Juden
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 6)
- Language
- German
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198 Die Kontinentalsperre und die deutschen Juden. öffentlichte er dann seine mit allem gelehrten Zubehör ausgestattete Abhandlung über die Frage: num potus caffe dicti aliquod in sacris'detur vestigium* 1). In der jüdischen Literatur ist der Dr. phil. et. med. Tobias Cohen aus Metz2) der erste, der in seiner Realencyclopädie, geseiner noch heute brauchbaren biblischen Zoologie Hierozoicon (Bd. II, Buch 1, c. VII) eine 18 Quartseiten lange Abhandlung (2. Aufl. Leipzig 1794, S. 572—589) gewidmet. 1) Sie bildet einen Teil seiner Schrift: Biga difficultatum physicosacrarum de gemmis Urim et Thummim et de cibo Samariae obsessae. Sie ist seinem Gönner Leibnitz gewidmet, durch den er Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin geworden ist. Schudt a. a. O. II, S. 166. Ein schönes Lebensbild Kaspar Neumanns entwarf zuletzt B. Schubert (Elberfeld, 1903). Nur seinen bibliographischen Angaben fehlt leider ab und zu die unentbehrliche Genauigkeit und Vollständigkeit. 2) Seine medizinischen Studien begann er an der alma Viadrina in Frankfurt a./O. am 17. Juni 1678 als Tobias Mozyiensis Gallus mit Hilfe eines Stipendiums, das der große Kurfürst ihm verlieh (vgl. G. Friedländer, Ältere Universitätsmatrikeln I: Frankfurt a./O. 2, S. 159) und beendigte sie in Padua, wo er am Mittwoch, 23. Juni 1683 als Tobias Moschides zum Doktor in Phylosophia et Medicina (Kaufmann in REJ XXVIII, 295 f.) promoviert wurde. — Sein bisher nicht bekannter Geburtstag war der 1. Februar 1653. In einem Exemplar des ילקוט שמעוני, ed. Krakau 1595, den er aus dem Nachlaß seines Vaters besessen hat, und den ich jetzt aus dem des meinigen besitze, hat sein Vater, R. Moscheh b. Elieser ha־Cohen aus Nerol, die Geburtstage seiner Kinder und einige persönliche Erlebnisse verzeichnet. Danach war Tobias das vorjüngste von 16 Kindern. Sein Vater notierte Folgendes: בני ט1ביה י//ץ נולד בק״ק מיץ עיר ואם בישראל * ־ ביום השבת קודש ה׳■ לחדש אדר תיג״ל. השם יגדלהו לתורה לחופה ולמ״ט א״ם Die Notiz enthält einen Schreib- oder Gedächtnisfehler, da der 5. Adar nie ein Sabbat sein kann. Es ist demnach 'ד statt zu lesen. Danach war der Geburtstag am Sabbat (4. Adar 413 ==) 1. Februar 1653. Das Datum ist zweifellos erst später nachgetragen, da es in kleinerer Schrift hinter der Eintragung des Geburtstages des jüngsten Bruders steht. Sonst ist die zeitliche Reihenfolge der Ereignisse streng eingehalten. Der Vater unseres Tobias starb übrigens am 10. Mai 1659, wie Tobias selbst a. a. O. verzeichnet. Danach ist Kaufmanns Annahme (REJ a. a. O. S. 294), daß er im Alter von 11 Jahren den Vater verloren habe, zu berichtigen. Im Alter von 62 Jahren zog Tobias nach