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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1915-01-01 · Heft 4 · p. Seite 197

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
59 (1915)
Issue
Heft 4
Article
Die Kontinentalsperre und die deutschen Juden
Date
1915-01-01
Page
Seite 197 (sequence 5)
Language
German
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Die Kontinentalsperre und die deutschen Juden, 197 moralischen Einflusses auf die Gläubigen. Die Altertumsforscher behandelten mit Ernst und Gründlichkeit die Frage, ob, wo und wann die Pflanze zuerst in der klassischen und in der biblischen Literatur erwähnt sei. Der gelehrte Prediger Jacob Schwachheim in Hattorf bei Osterode im Harz regte die interessante Frage an, ob unter den Geschenken Abigails an David (I Sam 25,18) das dort am Ende erwähnte ק^י etwa der Kaffee sei1), und der berühmte Sprachforscher Jobs Ludolf in Frankfurt am Main verhandelte darüber auf seine Veranlassung mit dem holländischen Prediger in Batavia und war geneigt, der Annahme zuzustimmen. Hier in Breslau aber verschaffte sich bereits 1692 der durch sein poly historisch es Wissen ausgezeichnete Hauptpastor Caspar Neumann das Kräutlein Cali oder Alcali aus Italien, brachte es im Gärtlein seines Pfarrhauses zur Blüte und Reife und stellte fest, daß es vielmehr das Nahrungsmittel gewesen sei, mit dem sich die Einwohner von Samaria während der Belagerung ihrer Stadt schlecht und recht gesättigt haben (II Kö. 6,25), und worunter gemeinhin fimus columbinus verstanden wird2). Fünfzehn Jahre später ver- ף Schudt, jüdische Merkwürdigkeiten II, 365 (Buch VI, cap. 12 § 20) vgl. IV,2. Continuation, S. 176. 2) Er erzählt das in einem Briefe vom 9. Febr. 1692 an Henry Justeil in London, den Bibliothekar Sr. britischen Majestät. Da die Stelle von einigem allgemeinen Interesse ist, setze ich sie im? Auszuge hierher. »Falleris enim« schreibt er, »si Wratislaviae horticulturam negligi existimas, cum vel inter mercatores nostros sint, qui sumtus non contemnendos plantis impendunt. Inter ea, quae aestate praeterlapsa noviter allata vidi, nux malabarica fuit et nerion flore odorato — d. i. nämlich Oleander. Immo si plantarum amatorem vis, me ipsum nominabo, qui eas valde diligo . . . Hortos in meditullio urbis incolarum numerus non fert, aream tarnen dom ui meae — nämlich dem Pfarrhaus zu St. Maria Magdalena — adjunctam habeo, ab antecessoribus meis in hortul um conversam. Hic plantas in angustias cogens naturae vim facio. Habui et herbam Cali sive Alcali ex Italia ad nos aliatarn, quam id esse, quod II Reg. 6,25 fimum cobumbinum vulgo dicunt, Bochartus me docuit (Aus dem Archiv der Royal Society in London I. 73 mitgeteilt von Graetzer, Edmund Halley und Caspar Neumaun (Breslau 1883), S. 35 f. Samuel Bochart hat in der Tat dem Gegenstände in

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