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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 15 · p. Seite 688

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 15
Article
Die Organisation der jüdischen Ortsgemeinden in der talmudischen Zeit
Date
1897-01-01
Page
Seite 688 (sequence 16)
Language
German
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I f>88 Rio Organisation clor jüdischen Oitsgemoinden. Lintluss sicli sogar im 1*01 i^i«»s 1 *11 Leben geltend macht*‘ 11. Dir griechische Sprache war dir Sprache drr (iebihleten '׳־), griechische 1 *liiloso phm uml Denker waren drn jüdischen Gelehrten nicht unbekannt. Erst, allmählich, als sirh «ln־ bewegliche (irist drs (י rir r 11 ri ithums drm eonservativen (,harakter drs jüdischen Keiiginnslcbois verderblich zeigte, wurden Vorkehrungen gegen seine unbegrenzte Ausdehnung getroifrn. dorh erlosch sein Kiutluss, besonders in den gross(‘11 Verkehrs- und I iandelsstädten, nie gänzlich3 . Dir Städte mit hellenistischer Verfassung4) warrn frühzeitig gut organisirt, ־tlie Verwaltung war in grösserem Stile durcligeführt, als in dm rein jüdischen Gemeinden, Wir linden sie hauptsächlich an (hu* philistäisehen Kiiste. im Westen und jenseits des Jardens im Osten: ferner sind hierher zu reelmen die von Ilerodes neu gegründeten oder reorganisirten Städte wie Gaesarea, Tiberias, Sehaste ete. A11 der Spitz<‘ dieser Gemeinden stand ein lhlt, der nach griechischem Vorbild oft aus Hunderten von Köpfen bestand: so in Tiberias aus mindestens (>00־*), in Gaza aus min* drstrns f)00r‘) Personen Dieser Kat hi(*ss, wie in den meisten griechischen Colonien, [ivj/.Y,0). Auch in vielen Gemeinden der Zerstreuung finden wir in jener Zeit eine < Organisation nach dem Muster griechischer (,ommnnalVerwaltung, doeh tritt hiei* an Stelle der [0צdie ד»׳ל׳סססנדך). die* sich ebenfalls in manchen Städten J.) So z. B. war die griechische Sprache 1 >oi Vorlesungen aus der Bibel (insbesondere aus Esther am i'urimfeste) der hebräischen gleichgestellt, Mcgilla II, 1 (Talmud z. Stelle). *) Späterhin bemerkto man den zersetzenden Einfluss des Griechenthums auf das jüdische Volk, als es den Anstoss zu inneren Parteiungen und Kämpfen gab und verbot sogar nach der Zerstörung des Tempels den Unterricht im Griechischen; Sota IX, 4; vgl. Menachoth ÜUb. י־) Bezeichnungen ־wie ״Synagoge“, 3,) בימהPua Yorlcsepult) erinnern noch heute an jenen griechischen Einfluss. 4) Bell jud. 11,1 21,,. •'׳) Antt. XIII, 13{; über die Städte mit hellenistischer Verfassung s. Schürer ״Geschichte des jüdischen Volkes11 ״, S, 50 ff.; Kuhn ״Verlassung“ 1805 H, S. 337ff.: Kuhn ״Städte der Alton״ S. 428f.; Marquardt ״Staatsverwaltung“ 1873, 8! 17״.ff.; Kuhn T. I, S. 43ff. fl) Vgl. Tittmann ״Darstellung der griechischen Staats Verfassungen Leipzig 1822, S. 477 ff.; S. 537. 7) So besonders in Alexandrien, hier standen an der Spitze der Goineinde ein s&־vdtp*/r4c antt. XIV, 72; später eine yep&uaia bell. jud. VIT, 10f; ferner in Rom, wo gleichfalls eine yepwsia bestand; vgl. Schürer ״Die Ge- ,1

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