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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 14 · p. Seite 656

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 14
Article
Die Organisation der jüdischen Ortsgemeinden in der talmudischen Zeit
Date
1897-01-01
Page
Seite 656 (sequence 18)
Language
German
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606 Die Organisation der jüdischen Ortsgemeinden. eller1) Weise gemeinsam die vorgeschriebenen Gebote vorrichtet wurden. Da das Gebethaus ׳ף\\ר; ::־) (-ב,"־* הב:סק• sammhmgshausu) liiess, so hiessen die Mitglieder der Svnagogengemeinde «als solche auch .ף בגי הכגס״ oder auch blnss 4ביק דיבגסת). Es wird gewarnt davor, an einem Orte zu wohnen, der kein Gotteshaus besitzt•'). Die Synagoge wird ausdrücklich als Gemeindebesitz erwähnt6). Doch durfte die Gemeinde nur sn kleinen Orten über die Synagoge frei vorlügen, nicht in grossen Städten7) Zum Inventar der Gotteshiiuser gehörten eine Thorarolle8), eine Thorahülle9) und (*in Thoraschrank ur), ein Vorlesepult n), die Bücher der Id. Schrift Fussbodenteppiche l:{) u. dgl. Gegenstände, die für das Gotteshaus gespendet waren, wie dies selbst, von Heiden geschah.11) Diese durften so lange der Name des Spenders noch nicht vergessen war, nur zu (lern vom Spender bezeiclmeten Zwecke verwendet werden15). - J) Ueber diesen Ritus vgl. Zunz ״Die gottesdienstlichen Vorträge der Juden“; Löw in Frankels Monatsschrift; Jahrgang 1884 ,.Der synagogale Ritus*4; Schürer a. a. O. S. '157 IT.; Riehm ״Handwörterbuch‘* s. v. ״Synagogen“; Schenkel ״Bibellexikon“ das. An vielen Stellen, so Nedarim V, 5; Sanhedrin 17 b; Jer. Megilla III Anfang ful 73 d.; Tos.. B. mezia XI, S. 306 unten. — aramäisch בי כגישהא vgl. ressachiin 101a oben; Megilla 20b unten; ,ler. Megilla 74a unten. ג) Beehoroth V. 5; Tos., S. 224, Z. 10, S. 220, Z. 5. 4) Tosefta, S. 101, Z. 20. r׳) Sanhedrin 17 b. *) Nedarim V, 5, auch dies ist ein Beweis dafür, dass Synagogen- und Ortsverwaltung nicht zu trennen ist; hierüber vgl. noch Schürer a. a. 0. S. 358 IT. Riehm ״Handwörterbuch“ s. v. ״Synagoge“. v) Wenn nicht die auswärtigen Spender, wie 111 מר.א מחפיא, ausdrücklich auf ihre Rechte verzichten, vgi. das ausführliche oben S. 00L f. 8) MegilLa 111 Anfang, B. bathra 48 a Mitte. מטפחות (״ Megilla 111, 1; auch für die einzelnen Bücherder hl Schrift bestanden solche Hüllen das. 2 a; die Thora lag in oinem Futteral תיק (aucli 26 ( :רחיק b. 10} תיבה Meg. III, 1, auch (ארון (הקודש Schabbath 32 a unten. “) אגלגין (&vaX0y£T0v) Jcr. Meg. 73 d; er stand auf einer Erhöhung בימה (ßrjjjia) in der Mitte der Synagoge (Sukka 51 b.). *-ספרים (׳ Meg. III 1. '*) Nach Art von Divaiis'-Baba bathra 8 b unten; noch werden erwähnt Leuchter Arachin 6 b; Jer. Meg. HI (74 a);־ ferner Bänke für die Gemeinde פפסרין Jer. das. 73 d unten, ein Gestell zum Ablegen der Thora Mogilla 20 b; ein Vorhang vor dem Thoraschrank פריפא das. u) Sogar von einem römischen Kaiser J01*. Megilla III (74 a.). **) Selbst nicht zu einem höheren; war der Name des Spenders in den Gegenstand eingravirt, so durfte seine Benutzungsart nie verändert werden, Arachin 6b Jer. das.

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