Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 14
- Article
- Die hebräischen Traditionen in den Werken des Hieronymus
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 635 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2829132-2829696-2829711-2842180--28199-2842203- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die hebräischen Traditionen in den Werken des Hieronymus. 635 der ersten Vcrshälfte freilich in anderer Bedeutung vorkom• mende Wort verschrieben zu sein. Dass II. מורה ומלקוש auf das alte u. neue Testament deutet, zeigt, dass er sieh die midrasehisehe Erklärungsweise schon recht gut ungeeignet hat. 14. III, 5 (nach der Kapitelthoilung d. LXX, Vulgata und Peschit. e. II, v. 32). ״ בשי־״יריםUbi nos — bemerkt H. — diximus ״in residuis44 et LXX transtulerunt ״annuntians44 (eöaYYsXtWjjisvot1־), c0(b Sinait. hat den Singular) in Hebraieo legitur ״Saridim41, <jU0d Judaei loci nonien existimant Diese scheinbar ganz unverständliche jüdische Auffassung, dass שרירים die Bezeichnung eines Ortsnamens sei, worüber keiner der altern oder jungern Exegeten eine nähere Erklärung giebt, wird dadurch verständlich, dass man Josua 19, 10 aufschlägt, woselbst in der That שריד als Name einer Stadt im Grenzgebiet Sebuluns aufgezählt wird. Es nimmt umsomehr Wunder, dass LI.■dieser Ortsname unbekannt war, als er selbst, ihn im Onomastiken des Eusebius,, das H. in’s Lateinische übersetzt hat, aufgeführt findet; vielleicht hat ihn die falsche Schreibweise bei Euseb. (L'apiö־, das er mit Sarith wiedergiebt), das שריד nicht erkennen lassen. Wenn nun II. zur sachlichen Erklärung hinzufügt: ״Residuos44 eos debemus intelligere ... de quibus Isaias loquitur: Nisi Dominus Sabaoth reliquisset nobis seinen, sicut Sodoma facti essemus etc., so ist es ja recht schön, dass er sich dieser Parallelstelle in Jes. I, 9 (ושריד erinnerte, aber unverständlich ist es, warum er es daselbst mit ״seinen44 übersetzt und nicht mit ״residuum“ wie hier; er folgt der Uebersetzung der LXX, die es dort ebenfalls mit a^eppict wiedergeben. Dort scheint entweder eine alte Lesart זרע vorgelegen zu haben, die vielleicht dem Gleichklang von Sarid mit Sera ihre Entstehung verdankt. Die Stelle Jes. 1, 9 wird lioemer 9, 29 auch so angeführt und Hieron. erklärt es dort wie im Comment. zu Jes. 1. c. mit seinen Abraham. 15. IV, 4 גלילות; ib. 8 שבאים. An diesen beiden Stellen corrigirt H. die Uebersetzung der LXX auf Grund des hebr. Textes und. der alten jüd. Uebersetzer. 1. Die LXX über־ \3שרידיסו מבשריDie lxx lasen c ף