Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 14 · p. Seite 633

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 14
Article
Die hebräischen Traditionen in den Werken des Hieronymus
Date
1897-01-01
Page
Seite 633 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
79% known words query
IRI
…/2829132-2829696-2829711-2842180--28197-2842201
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Die hebräischen Tri1<litioncn in den Werken des Hiorouymii«. 633 11. II, 20 הצפוני übersetzt II. ״qui ab aquilouc est“ und versteht darunter ״Assvrium atquc Chaldncum“, de quo supra (II, 2)־ scriptum est: ״populus ruultus et tortis etc.“. Auch das Targuin übersetzt in diesem Sinne: ריח עטא דאהי מצפוגא, die LXX lassen mit ihrem tov £7:0 ßo.ip# es unentschieden, ob darunter das lleusehreekenheer oder ein feindliches Volksheer zu verstehen sei; ebenso Rasch i, der beide Erklärungen bringt, ohne sich für eine zu entscheiden. Kimehi dagegen, der es zuerst nach dem Wortsinn auf die Heuschrecken bezieht, * deutet es dann unter Berufung auf die Erklärung der Tahnudlehrer auf Israels Feinde in später Zukunft u. deren Niederlage in der messianischen Zeit ורז״ל פרש' זה הפסוק ליטוה המשיח ואטרו אה הצפוני זה יצר הרע1) שצפון (ועוטר) בלב׳' של ארם. Die Stelle befindet sich in Sueca f)2 a, woselbst auch der folgende Theil des Verses (ים הקדטגי וים האהרין) auf die Zer- Störung des ersten u. zweiten Tempels gedeutet wird. Die Peschitto übersetzt: ״Den Nordischen will ich verdrängen von euch“, er las ארחיק für ארחיק. H. begegnet zum Schluss noch der Frage, warum den* Prophet die Heuschrecken vom Norden kommen lasse, da er (II.) aus eigener Anschauung wisse, dass sh', gewöhnlich aus dom warmen Süden kämen2), mit der Bemerkung, dass Joel eben gerade dadurch nndcutcn wollte, er habe nicht wirkliche Heuschrecken im Auge, sondern vom Norden herkommende feindliehe Heere, die Assyrer u. Chaldäer (ideo Aquiloncm interposuit, ut non veram loeustam, quae ab austro venire consuevit, sed sub locusta intclligamus Assyrb atque Chaldaeos), und sollte jemand fragen, ubi hoc juxta littcram factum sit de Chaldaeis, so fände er die Antwort in Jesajas eap 37, non muito post tempore quam haec prophetata sunt, siquidem in Isaia legimus, centum ן octoginta quinque millia " Chaldaeorum sub rege Ezechia in una noctc angclo saeviente percussa. (cfr. Jes. 37, 36), Darum übersetzt auch 11. בי הגדיל לעשרה auf den Assyrer bezogen: qui (Vulg richtiger quia) superbe egit; ähnlich das Targuin ארי אסגי למעבד בישין. ל) Merx (Pie Projiketie des Joel Halle 1879) S. 213 Anm. 3 will ״ ♦וצד הרעBildner dos Dosen“ lesen: er wusste nicht, dass יצר הרע ein stehender im jüdischen Schviftthum in dieser Wortverbindung häufig Vorkommender Begriff ist, cfr. Succa 1. c. ז' שמות יש לו ייצר הרע יואל קראו צפוני. b H. berichtet, dass er selbst Augenzeuge gewesen (etiam nostris tempoiibus vidimus), wie grosse Heuschreckenziige (Jen Boden Judä&'s be-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.