Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 14
- Article
- Die hebräischen Traditionen in den Werken des Hieronymus
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 628 (sequence 4)
- Language
- German
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628 Die hebräischen Traditionen in den Werken des Hieronymus. caelestes audiunt spimualiter, qui habitant in terra, appcllan־ turque terreni, auribus pereipiunt. o. I, 4. Namens der Hebräer — Ilcbraei interpretantur — giebt Hier, die Erklärung ab, dass unter den vier Heuschrecken-Arteii die vier uaeli einander auftretenden Welt־ reiche verstanden seien, welche über Israel und Juda so schweres Leid gebracht, nämlich 1. das der Assvrer. Babylonier u Chaldäer, 2. der Meder u. Perser, 3. der Mac«1־ donier u, der Diadoehen ^et omnes Aloxandri successores, maximeque regem Antiochum cognoinento Hpiphanemb u. 4) das römische Weltreich. Dieselben 4 Reiche seien auch unter den 4 Hörnern u. 4 Wagen zu verstehen, die der Prophet Zaeharia (c. II u. VI.) geschaut. Während die angeführten Bilder in der Vision des letzt■־ genannten Prophet»*» ־״־ wie wir z. St. des Nähern nachweisen werden — im Midrasch ganz in der von llierou. angc־ gebenen Weise auf die 4 Weltreiche (das babylonische, persisch־ modische, das griechische und die macedonisch-syrisehen, u. das römische) gedeutet werden, ist dies bezüglich der 4 Heuschreekcnarten Joels nicht der Fall, u. doch muss in den altern haggadischen Schriften eine derartige Deutung vorhanden gewesen sein, da sich Spuren derselben im Targum vorfinden. Dasselbe paraphrasirt nämlich Joel HI, 25 die Worte 'ושלבי לכם אח השנים אשד אבל האיבה הילק והחסיל והגזם חילי הגדול wie folgt: ואשלם לכיץ שגיא טבחא חלף שגיא יבזו יחבין עמסיא איבזיא ולישגיא ושלטוגיא ובללבויא פייעגוח חילי יבא רשלחיח בבון. Das אומיא fehlt im Reuchliiiianus (Lagardc: Prophetae chaldaice) mit Hecht u. ist ובזלכווחא die ,richtigere Lesart; den vier Heuschrecken־ Gattungen entsprechen die vier Bezeichnungen: Völker, Zungen, Herrscher u. Königreiche/‘ Von den mittelalterlichen Bibeicommentatoren ist es besonders Abärbanel, der die Heuschreekennamen svinbolisirt u. unter גזם Babel, ארבה Persien, ילק Jawan, חסיל Rom versteht1), was er sogar etymologisch zu begründen sucht, wie es ähnlich der Midrasch mit den ‘) Dass die Reihenfolge in 2,25 eine andere ist, als in 1,4 wo cu in richtiger Zeitfolge zuerst steht, während es 2,25 den Schluss bildet, erklärt er damit, dass Babel nicht nur der erste Zerstörer des jüd. Reiches u. Tempels war, sondern auch der Boden, auf dem der Islam entstand, so dass ihm die das heil. Land in Besitz habenden Ismaeliten gleichsam die Nach« folger Babels sind. (Sollte hiernach vielleicht das Targ. mit ש?*טו:יא das Sultanat bezeichnen?)