Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 13
- Article
- Bari in der Pesiktha rabbathi
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 610 (sequence 7)
- Language
- German
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610 Bari in der Pesiktha rabbathi. auch nur die Wahrscheinlichkeit vorhanden, dass der Ortsnainc בירי die phönizische Hafenstadt: bezeichnet. Ich muss es mir versagen, auf die einzelnen, von K. herangezogenen Stellen einzugehen und zu zeigen, auf wie; schwachen Füssen seine Idcntitieationen ruhen. Nur auf drei Einzelheiten seiner Ausführung will ich einiges lucht werfen. In der bekannten Baraitha iiher die Grenzen Palästina’s, welche in der Tosefta (Schehiith IV. 11), im Sifre zu Deuteronomium §51 (daraus Jalkut l, 874) und im jerus. Talmud (Sehobiith 56 c) zu lesen ist (s. die. vergleichende Tabelle der Lesearten bei Neubauer, La geographie du Talmud, 11 .<ן), glaubt K. (S. 559! in denn Ortsnamen ביוייי ייברא Berytus erkennen zu dürfen. Nun aber ist — ganz abgesehen von der geographisehen Unzulässigkeit dieser Annahme (K. lasst die Grenzlinie von ״Bari“ \~~ Berytus] westwärts naeh Caesarea Philippi kommen, wahrend diese Stadt südlieh von Berytus liegt) — die Lesart ביייי רברא nur im jerusalemischen Talmud zu finden. Die Tosefta hat בוריי רברא (naeh der oben erwiilmten richtigen Lesung), Sifre hat 'בביררד. רבריי, oder naeh der Leseart im Jalkut בנורא רביריין. Das כ im Anlaute des Ortsnamens ist daher zum mindesten so gut bezeugt, wie das ב; und im במרא des Jalkut steckt nicht בירא ,,die Stadt“, sondern das Wort ist die aramäische Form für בסיר. Auf seiner Entdeckungsfahrt nach Berytus gelangt K. auch auf biblisches Gebiet, und er meint, B. mit Hecht zu Palästina rechnen zu dürfen, ,,naehdem sieh die Landnahme unter Josua thatsächlieh bis dahin, erstreckt hatte“ (S. 559). Wie beweist er diese ,/!Tatsache“ V Joscphus nennt. (Antiqu. V, 1, 8) als Ort der in Josua 11, 5 erwähnten Seldacht nicht Meroin, sondern Beroth, ״und es ist nicht unmöglich, dass er eben unser בירי —'also Berytos — vor Augen“ hat (S. 560). Aber ,Joscphus sagt ausdrücklich: B־/;co')0־rt. סר Ast 7־ד^ FaMAatag 7r/; av<»>, Ks<5s7׳y(c 03 7:oppo>“. Der Ort liegt also nach Joscphus selbst im oberen Galiläa, unweit Kedeseh, wie kann da Jos. an die über zehn geographische Meilen nördlicher gelegenc phönizische Küstenstadt gedacht haben? Das BT-pcoO־ des Joscphus in den Antiquitäten ist offenbar nur eine unrichtige Lesart für Mr;po>ö‘, wie er selbst an anderen Stellen (s. bei Krauss, S. 560) den Ort schreibt, Ein weiteres Argumeut bei K. lautet: ״Auf einer mir vorliegenden historischen Karte findet sich bei Berytus in Klammern Beroth. Es ist demnach nicht unmöglich, dass Merom ä Beroth mit Berytus identisch ist“׳ (ib.) Aber jene eingeklaimnertc Glosse der