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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 13 · p. Seite 609

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 13
Article
Bari in der Pesiktha rabbathi
Date
1897-01-01
Page
Seite 609 (sequence 6)
Language
German
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Huri in <Ior Pesiktha rabliathi. 609 seiner Wiedergabe unserer Erzählung heisst es (S. 503 f.): .,Da erbarmten sich die heidnischen Einwohner der uuglüekliehen Juden, die Einwohner von Bari und ariderer Städte entsetzten sich ob des Anblickes .... Aber die jüdischen Einwohner von Bari leisteten ihren Brüdern werkthätige Hilfe“. Also in einer und derselben, nur aus einigen Zeilen bestellenden Erzählung• bed. בגי בארי einmal Heiden, das andere Mal Juden, ohne dass im Texte selbst der geringste Anhalt für eine solche Unterscheidung gegeben wäre! Solche Gewaltsamkeit der Auslegung hat dm* in seiner sprachlichen Fassung durchaus klare Text der Pesikta r. gewiss nicht verdient. Wie verhält es sieh nun mit der Hypothese, die Iv. auf״ stellt, dass nämlich בארי in unserer Pcsikta-Stelle die phünizische Hafenstadt Berytos, das heutige Beirut, bedeute? Zur Begründung derselben kann sieh K. nur auf die» Stelle im Josephus berufen, ׳in welcher erzählt wird, dass der von der Eroberung Jerusalems heiiukchrcndc Titus auf seinem Wege auch nach Berytos kam und dort längere Zeit verweilte. Aber diese Angabe wäre nur dann für die Pesikta-Stellc von Bedeutung, wenn Berytus als palästinensische Stadt und als zu ארץ ישראל — denn K. hält diese Lesung aufrecht — gehörend betrachtet werden könnte. Aber dies ist keineswegs der Fall. Denn sowie Josephus selbst an der angeführten Stell(* (B J. VIi, 3, 1) Berytus als ,,römische Colonie in Phönizien“ bezeichnet, so hat gewiss auch in den jüdischm Kreisen Palästimi’s, aus denen nach K*s Hypothese die Erzählung der Pesikta r. her vorgegangen wäre, Berytus nicht als Stadt des ,,Landes Israels“ gegolten. K♦ will zwar an einer beträchtlichen Anzahl von talmudischen Stellen בירי mit Berytus identificiren. Aber abgesehen von einer einzigen Stell«* im Sifre (zu 'Numeri 10, 35) 1j ist nirgends R. Jochanan (Megilla K> b) von Esther sagt: מעך חוט עד הסד עדיה, d. h. E. sei, als sie (Esther 1) vor Ahasveros hi nt rat, von unwiderstehlicher Anmuth und Schönheit gewesen. s) Nach dem vollständigeren Texte im Jalkut 729 ,1׳), wo als Heise- Stationen zwischen Akko und Antiochien genannt werden : Tvrus, Sidon, בירי. Hier muss zugegeben werden, dass der letztgenannte Ort am besten für Berytus zu nehmen ist, da Berytus die von selbst gegebene Station zwischen Sidon und Antiochien ist. Im Texte der Sifre-Ausgaben ist בידי ausgefallen, nicht aber, wie Krauss (S.5Ö7, A. ö) meint, irrthümlich zu צוד geworden und dieses vor צידון gestellt. Denn zwischen Akko und Sidon ist jedenfalls Tyrus am Platze. Monatsschrift. 41. Jahrgang 39

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