Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 13
- Article
- Bari in der Pesiktha rabbathi
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 608 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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608 Bari in der l’esiktha rubbathi. Aber er hat in ganz unkritischer Weise die von Bari handelnde Stelle mit der früher stellenden Dichtung־ Jochauans verknüpft und aus beiden eine Erzählung gemacht. Wenn in der Dichtung Joelianans von dem Strome Euplira; in Babylonien die Kode ist, so wird bei K. aus dein Euphrat der Fluss Berytus, der bei Borytus ins Meer mündet (S. 0()H). Dabei verkeimt K., dass die* Diebtnng Joehauans — ungleieh der Erzälilung über die בג' באיי — ihatsachlich von Nebukadnezar mul <len nach Babylonien geführten Oe־ fangeneil spricht und nur — nach meiner Vcrinutliung — Einzelheiten aus dem Triuinphzuge des Titus durchsehiinmern liisst. Was K. gegen meine Yennuthmig, ארץ יש~אל sei dureh falsche Auflösung der Abbreviatur 'אי für א'בל'א' zu erklären, vorbringt, ist nicht stichhaltig. Denn wenn 'אי auch nicht ohne weiteres als Abkürzung für איבליא gelten kann, so darf man sieh dennoch unbedenklich die Möglichkeit vorstellen, dass ein Abschreiber sieh dieser Abbreviatur bedient(*, oder (hass in einer alten 1 fandsclirift dureh Zufall vom Wort(*. א*טליא nur die Anfangsbuchstaben lesbar blieben, die dann ein Oopist in Unkemitniss des Sachverhaltes als Abkürzung für אי״ץ ישראל verstand1). K. meint, ,,eonstatirr‘ es sogar ,,als Thatsache“, dass ,,die (*dien Einwohner von .Bari, welche <1115 nackten Gcfangeuen mit Kleidern Versalien, natürlich mir Juden sein konnten*‘ (S. 007). Was K, zur Begründung dieser ,,Thatsache“ anführt, ist ganz schief: denn die Angabe. .אב*׳“" בל ארב שגכגב לשם איגי :יבקש לצאר ברא עבדך spricht, keinen .,Tadel*4 über die in Bari herrschende l ■]!Sittlichkeit aus, sondern will auf drastische Weise di(* überaus gross(* Schönheit der Bewohner der Stadt Bari, jedenfalls auch ihrer Bewohnerinnen, illustriren. Diese Schönheit bekamen sie von Gott zum Lohm*. fiir ihre Wohlthat an den jüdischen Getan־ geilen ~). Aber wat macht K. seihst aus den בגי בארי? In Zug seiner Schilderung: ,.Vor ihnen im Staube liegen die Könige Judas (wohl Simon b. Giora und die übrigen Feldherrn)“ (S. r>(;;־>). J) Nach der Lesart im Jalkut steht. ארץ יש״אל nur einmal: denn statt der Worte ואץ רך בארץ ישראל שהיו ישיב ביו״־ אלא בגי בארי findet sich dort nur der kurze Satz והב ישיב ביותר. Man braucht also bei der Annahme der zufälligen Verkürzung des Wörter איטריא zu אי׳ nicht anzunehmen, dass derselbe Zufall zweimal gewaltet hätte. גטה עליהב הקדש ברוך הוא הבד (־ besagt nicht, wie K. meint (S. i>56), ״dass Italien sich von Gott einer besonderen Liebe zu erfreuen habe“, sondern der Ausdruck ist in demselben Sinne zu verstehen, in dem