Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 13
- Article
- Bari in der Pesiktha rabbathi
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 606 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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()00 Bari in cler Pesiktha rabbathi. merksam zu lesen, um die h>a ״,Würdigkeit• der Beweisführung zu erkennen, wobei noch hinzugefugt. werden muss, dass diese ganze Argumentation auf der noch weiter unten zu beleuchtenden Gleichstellung von בל יד ם (Josua 11, 5) mit בירי ( Bcrytus) l)eruht. Thatsüchlieh handelt es sieh in Baba mezia 84 b um eine galiläische Ortschaft, ln der pah'istincn־ siselien Version der betreibenden Krziihlung (Pesikta, cd. Buber, 94 a, Koheicth rabba zu 11, B) werden anstatt der 'בגי ביר genannt טרוגיא (so Koh. r.) oder בי טירוגאי (so ist in der IVsikta zu lesen statt בגי ב׳) ’). Beide Lesungen sind richtig, denn der Ort heisst יידון und ''בי ני'״ (hehr. ביי; בירון, s. Lew L 226 b unten, wo noch כיעל•"״. ביי". נירו׳, Bosch ha-.Schnna 18 a unten, naclizutragen ist). Auch in Baba mezia 84 b war die ursprüngliche Lesart nicht 'לבני ביר, sondern לבגי בי ניריון, wie die Hs. München (und eine von Rabbinowicz benutzte rümiselie Hs.) bezeugt. in der jedoch aus בי geworden ist בר. 'Aruch (Art. טרגיא, cd. Kohut V, 206a) hat die Lesart: לבגי טריו', Kstori Parchi (s. Buher a a. Ov) r 1בגי בוי״״ז־^. Von einem בארי — Bari im Talmud und Midrasch ist also sonst keine Spur zu finden, Wenn daher die Pesikta rabbathi von den בג' בארי spricht (viermal an derselben Stelle), so dürfen wir mit vollem Rechte an die 'בגי באר denken, von denen es in R. Jakob Tam's Sefer ha-jaschar (74 b) heisst: 'גם בגי בארי שרר: קירי! עליהן ב' טבאיי הצא -.ורה ודבר די ניאוטרגט הם ג*הגיי בנד ב!. Ich habe in meinem Artikel in der Revue des Ktudes Juives gezeigt, wie auf Grund dieser Identiticirnng die Pesikta-Stclle zu verstehen sei. Ich bin keineswegs ,,geneigt, dem I»(*rieht(‘ in der Pesikta rabbathi volle 1 iistoi icitiit zu viwliciren“. wie Krauss angieht (S. 556). Vielmehr liegt uns in dem mit יצאו לקראהם בגי בארי beginnenden Stück(*2 ׳) eine sagenhafte Tradition über den Ursprung 1בגי־ מ' ן ist deshalb nicht richtig, weil in der Erzählung auch die Bewohner von Gi ,kala nicht בגי גוש ח־^ב. sondern גוש חלבאי genannt werden.?) Unsero Pesikta-Stelle ist in die späte Ergänzung des Schocher tob (zu Es. 137 \ und zwar aus dem Jalkut zu Ps. 137, aufgenommen, ln diesem Texte fehlen die Worte ובל ישראל באים הגולה, welche im edirten Text der l’es. r. dem angegebenen Anfänge verausgaben. Sie bilden eine ungeschickte Anknüpfung an die vorhergehende, von unserem Stücke durch längere Ausführungen getrennte Dichtung R. Jochanans über die Gefangenen Nebukadnezars (Pes. r. 133 a). Eine andere solche Anknüpfung liegt auch in einer erheblichen Aenderung innerhalb des Stückes vor. Im Texte des Jalkut heisst es nach jenen Anfangsworten : והיו רואין אותן ערומים. Diese Angabe genügt, da die Erzählung von der Nacktheit der Gefangenen ausgeht. Hingegen heisst es im Text der Pes. r.: והיו רואים אותם מוטבים