Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 13
- Article
- Bari in der Pesiktha rabbathi
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 605 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Bari in der Pesiktha ra-hbathii 605 di(*, Beweisgründe für die andere haben mich überzeugen kennen, und ich will im Folgenden, ohne weitläufig(' Widerlegung, zu zeigen versuchen, dass die Annahme der Identität von בארי mit Bari in Italien aufrecht gehalten und die Pesikta- Stelle am richtigsten in der von mir gegebenen Auffassung verstanden werden kann. Vor allem sei festgestellt, dass ein (Ortsname בארי sonst in der ganzen talmudisoh-midraschischen Litteratur nicht vorkommt. Nur an unserer Pcsikta-Stelle finden wir ihn, wahrend der von Krauss ans den verschiedensten Stellen herangezogene Ortsname immer nur בירי geschrieben wird. Wenn für בירי auch die Schreibung ברי Vorkommen sollt(', so ist das gegenüber der überwiegenden ]Mehrheit der Stellen, an welchen das Wort voll geschrieben ist, von keiner Bedeutung; die defektive Schreibung darf auch keineswegs, wie es bei Krauss geschieht, als Beweis für die Aussprache Bari und die Gleich- Stellung mit בארי benutzt werden. Wie gewaltsam in diesem Punkte die Beweisführung bei K. ist, zeigen zwei Ausfiihrungen seines Artikels, in denen er die Schreibung ברי und die —* übrigens olme Berechtigung ■in diese hineingetragene — Aussprache Bari auf vereinzelt dastehende Variunten stützt. In der Liste der Grenzorte Palästina’s findet sich der Ortsname ביריי רברא, j. Schehiitli ‘36 c. ״In Toscft« Schebiith IV, 11 ist ביריי ר׳ in עילי רבהא cornunpirt, doch hat eine Variante סריי, lies בריי, wobei die Form ohne ,Jod hesonders bemerkenswert!! ist, denn das Wort heisst nun Baraj“ So Krauss (S. 559). Darüber ist zu b(‘me1*ken, dass עילי רבהא sich mir in der Erfurter Handschrift der Tosefta findet (cd. Zuckermandel, p. 66, Z. 8), dort aber nicht ־״ wie K. glaubt — eine Variante für ביריי רבהא ist, sondern für אולם רבתא steht (wofür Sifre Ekel) Ende לולא רבתא, Jalkin. I, 074 לילא ר׳ hat). 'ביריי ר fehlt• in der Erfurter Handschrift der Tosefta überhaupt, die Wiener Handschrift (s. Schwarz, Tosefta I, 208, A. 56) hat בוריי, und aus diesem ist die Schreibung טריי der Tosefta-Ausgaben geworden (ט aus בו ist keim* seltene Oorruptel der Handschriften). — Etwas weiter bespricht K. eine Variante zu Baba mezia 84 b. ,׳,Statt בגי בירי der Ausgaben hat Ms. München בגי בר מרירן. Diese auffallende Abweichung dürfte darauf zurückzuführen sein, dass man sich der Identität von בירי ־ mit מירן bewusst war; statt בגי בירי sagte man auch בגי ברי מרון (so emendire ich jene Variante) ,die Einwohner von Bari-MeronL Dann hätten wir auch hier die Schreibung Bari“ (S. 560), Es genügt, diese Sätze auf-