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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 13 · p. Seite 598

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 13
Article
Die Organisation der jüdischen Ortsgemeinden in der talmudischen Zeit
Date
1897-01-01
Page
Seite 598 (sequence 11)
Language
German
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IRI
…/2829132-2829696-2829710-2842108--28150-2842145
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598 Die Organisation der jüdisch**!! Ortsg»*1mMndcn. Der (*rosse und historischen Bedeutung mich sind 3 Kategorien von Ortschatten zu unterscheiden בפרים ברכים י עיירום). 1. .כפרים ״Dörfer“ d. h. Complexe von zerstreut liegenden Gehöfton, domus non ligatae-J. Diese כפרים entbehr(*!! einer Reihe von Institutionen, die, in jeder grösseren (Ortschaft anzutretlcn sind Es sind Orte, die meist für Geschichte und Verkehr des Landes von untergeordneter Bedeutung sind. Als כפרים sind insbesondere zu betrachten die Orte, in welchen nicht stets 10 Männer zm* Verfügung stehen, die zur Abhaltung eines ordnungsniässigen Gottesdienstes erforderlich. sind•5). Charakteristisch für die ״Dörfer“ ist immer die geringe Anzahl von Bewohnern *), eine gewisse Unselbständigkeit in der Verwaltung eigener Angelegenheiten, da besondere richterliche und religiös(* Behörden und Verwaltungsorgane nicht existirten, und die dadurch bedingte Abhängigkeit von den benachbarten Städten׳״׳). 2. (.עיירות (גרולות ״Städte“. Der regelmässige Zusatz גדולות ist ebenso pleonastiseh, wie der Zusatz קטן, den wir gewöhnlich als Epitheton bei כפר linden יי) Diesen עיירות גדולות stehen also direkt die כפרים, nicht etwa die עיירות קטגות gegenüber. Das Verhältnis« von עיר zu כפר ist im Grossen und Ganzen dasselbe, welches heute zwischen Dorf und Stadt besteht, ln *) Andere hieihor gehörige .Bezeichnungen sind: ישוב Allgemeinste Bezeichnung für ..bewohnter Ort”; צבור Gesammtheit der Bürgerschaft civitas; כנסת (:~- ^•jvavwyr,) gewöhnliche Synagogengemeinde. 2) Buxtorf s. v. כפר• 3) Mogilia I 3, nb.T T *) Bezeichnend hierfür ist z. B. die Bestimmung, dass die Synagoge eines ,,Dorfes” B ,sitz des Ortes ist, denn ein solches ist derart abgelegen von jeden Verkehr und in sich abgeschlossen, dass fremde Spenden von vorübergehend anwesenden Passanten und Reisenden kaum zum Bau der Synagoge beigesteuert wurden, während anderseits grössere Städte in der Kegel nicht volles Verfügungsrecht über ihr Gotteshaus hatten. Vergl. weiter S. BOI. 5) Vgl. s. »m fi) Gittin 20 b oben, und thatsächlich wechselt denn auch Tos. Meg. S. 221, Z. 22 u. 23, der Ausdruck עיירות גדורות mit dem blossen עיירות ohne Zusatz; ähnlich finden wir המוקפין *־!ומה als stehenden pleonastisehen Zusatz zu כרך Tos das; ain charakteristischsten ist die Gegenüberstellung in Arachin 33 b כסריס קטנים ,עיירות בינוניות ,כרכים גדודים Gressstädte, Mittelstädto, kleine Dörfer.

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