Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 13 · p. Seite 580

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 13
Article
Assyriologische Studien
Date
1897-01-01
Page
Seite 580 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829696-2829710-2842106--28128-2842127
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

580 Asayriologisclio Studien III. überein, welche, für die ältest(‘׳ Zeit Könige von Jerusalem kennen (Malki-Zedek)״ l)ic Bl Könige, die Josini besiegt, sind keineswegs abenteuerlich. Jede Stadt hatte ihren König. Jerusalem heisst, wie bereits erwähnt wurde, schon in ältester Zeit Ersalim. (Sayce hat das Vorkommen dieses Namens in den Amania ״ Briefen zuerst geahnt [Proc. Soe. B. Areh. XI 1888,9 j). 817 | und dann bewiesen in Academy, Apr. 19. 1890). Die politische Lage Palästina’* und dm• Nachbarländer kann man nach den Briefen dahin kennzeichnen. dass die ägv•* ptische Oberherrschaftobwohl noch vorhanden, doch die Spuren des Sinkens und baldigen Vorfalls aufweist, während die Ohetiter und die mit denselben verbündeten Völkerschäften ihre Herrschaft immer weiter nach Süden und Westen ausdehnen. Die ägyptischen Vasallen in Palästina versichern zwar ihre Oberherren der tiefsten Ergebenheit, machen aber mit den Feinden gemeinschaftliche Sache. Im Süden brechen die Chabiri auf dem gewöhnlichen Kriegspfade ein. Ausser diesen äusseren Feinden hat die, ägyptische Herrschaft mit einem gefährlichen Gegner im Landesinnern zu kämpfen; mit der gegenseitigen Rivalität der Statthalter und mit der (Korruption aller Beamten, wie aus zahlreichen Amarnabricfmi deutlich ersehen werden kann. Diesen beiden feindlichen!Mächten erlag auch schliesslich Aegypten. Als Beispiele für die Art und Weise der Abfassung der Keilschriftbriefe im Tell-el-Amarna-Fundc seien hier einige Briefe aus Jerusalem hergestellt1): 179. An den König, meinen Herrn: Abil-chiba. dein Diener. Zu Füssen meines Herrn, des Königs, sieben und siebenmal falle ich. Was habe ich gethan wider den König, meinen Herrn, indem man sagt: Abd-ehiba ist abgefallen von dem König, seinem Herrn. Siehe, ich, weder mein Vater, noch meine!Mutter hat mich gesetzt an diesen Ort. Der mächtige Arm des Königs hat mich eiugeführt in mein väterliches Gebiet. Warum sollt(‘ ich da begehen ein Vergehen gegen den, König, meinen Herrn? So wahr der König lebt, weil ich sagte dem Beamten des Königs, meines Herrn: Warum bevorzugt ihr die Chabiri und die Fürsten benaehtheiligt ihr? Deshalb verleumden sie mich heim Körnig. Weil ich sage: es wird zu Grunde gerichtet das Gebiet des Königs, •) vgl. Zimmern, ZA. VI 246 ff., Winckler, KBV. 303 ff.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.