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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 13 · p. Seite 579

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 13
Article
Assyriologische Studien
Date
1897-01-01
Page
Seite 579 (sequence 3)
Language
German
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A8ayrioloj{U1;he Stiuliou III. 579 dämm, den Namen der Hebräer in den Briefen michzuweisen. In den Keilschrittbricteu aus Jerusalem werden Völker erwähnt, die den Namen ״Ghabiri“ (genau das licbr. עברי) führen. Sie sind es, welche die Städte, gefährlich hedrohen Jedermann muss auf* die IdentiHeirung von Habiri עברים sofort verfallen. Und so ist es auch sogleich, bei der ersten Veröffentlichung einzelner Briefe des Amania-Fundes geschehen. Freilich wurden von verschiedenen Seiten die Habiri als ״Verbündete‘*, ״feindliche Genossenschaft“ (חבר) gedeutet,1). Man ist aber jetzt darüber einig, dass unter den Habiri nur die Hebräer verstanden sein können. An der (׳!}ieichstcllung׳ ist nicht mehr zu zweifeln. Winckler (Gesell. d. Volkes Israel, S. 20) sagt denn auch: ״־Habiri ist der Name׳ derjenigen Völkerstämme, welche um die Mitte des zweiten Jahrtausends ein wandern, er steht also mit Namen, wie. Araber, Aramaeor, Kasdiin auf einer StufV‘. .Habiri drückt im Gegensätze zu den ansässigen Kanaanüern die Einwandernden aus, also etwas, was sich im biblischen Spraehgebrauohe noch bis in späte Zeiten erhalten hat. Die Habiri sind demnach identisch mit den Hebräern‘*. Ganz merkwürdig ist die Ansicht, welche Glaser (M.V.G. 1807 S. 8 ff.) entwickelt, llebraeer bedeutet ihm ursprünglich nichts anderes, als ״Leut(‘ aus Ebir-näri (Transpotamien, westliches KtiphraUifor). Die Habiri der Jerusalemer Keilsehriftbriefb sind aber nicht identisch mit den damals noch im aegypt Gosen wohnhaften Hebräern. Sie hi essen nur so wie diese, weil sie beide aus Kbir-näri (עבר הנהר) stammen. Wir hätten also im 17) ten Jahrh. einen abiritischen Kinläil in Südpalästina aus Transpotamien vor uns, begünstigt durch die Babylonier, welche dem geschwächten Aegypten seine asiatischen Provinzen entreissen zu können glaubten. Das Kindringen der ägyptischen Hebräer in die Wüste und ihr Vordringen nach Palästina von Osten 11er geschah vielleicht erst durch Con־׳ spirntionen mit den transpotamisehen Hebräern2). — Fest steht, dass die Habiri Hebräer sind. Wie die Einwanderung vor sich ging, mit welchen Völkerschaften gekämpft wurde, darüber wissen wir auch jetzt nicht bedeutend mehr, als wir bereits aus den bibi. Schriften gewusst haben. Zur Zeit der Invasion der Habiri herrschten in den kanaanäischen Städten sogenannte Könige; auch das stimmt mit den bibl, Berichten ף So K. M. Müller, ZA. VH 8. 64. ״. a. 2j Vgl. jetzt Pei8er, Mittheil. d. Vorderas. Ges, 1897, 4, S. 16 ff. 37*

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