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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-12-01 · Heft 15 (Dezember 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 15 (Dezember 1852)
Article
Galerie jüdischer Reisebeschreiber
Date
1852-12-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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IRI
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Galerie jüdischer Reisebeschreiber. 581׳ findet B. ihre Ruinen über eine Strecke von dreißig Milen ausgebreitet, und unter ihnen den ebenfalls zerstörten und verödeten Palast Nebucadnezar's, in den Niemand wegen der dort sich aufhaltenden Schlangen und Scorpionen cinzutreten wagt. Zwanzig Milen davon wohnen 20,000 Juden; dort ist der Saal, in welchem Daniel gebetet (Daniel 6) und der Ofen in welchen die drei Männer geworfen wurden (das. 3): Sagen die noch heute zum Theile im Gange sind 2). Von dort nach Hilla, wo 10,000 Juden, und in dessen Nähe der Genes. 11. gedachte Thurms): von dort eine halbe Tagereise nach Napacha, wo eine Synagoge und der Talmudlehrer R. Jizchak Napacha begraben ist 2 * 4), endlich von dort drei Parasangen nach der Synagoge des Jecheskel. Dieser Ort war Gegenstand großer Verehrung durch viele Jahrhunderte. B. erzählt: ״Diese Synagoge ist umgeben von sechzig Thürmen, bei deren jedem eine Synagoge. Im Hofe der Synagoge (des Jecheskel) ist die Lade, und hinter der Synagoge das Grab des Propheten Jecheskel. lieber dem Grabe ist eine hohe Kuppel und ein sehr schönes Gebäude, das der König Jechouja, nachdem ihn Ewil Merodach aus seiner Haft entlassen (2. Kön. 25) errichtete. Die Namen des Jechvnja und seiner Genossen find auf der Mauer verzeichnet, zuletzt der des Jecheskel. Dieser Ort wird noch heute als ein Heiligthum betrachtet: man kommt dahin beten vom Neujahre an bis zum Versöhnungstage (tu den Bußtagen). Auch wird dort ein großes Fest gefeiert: die Academiehäupter sowohl als der Rosch- Gola kommen dorthin von Bagdad und lagern sich aus dem Felde: auch wird dort eine große Messe gehalten. Am Versöhnungstage wird eine Pentateuchrolle, die Jecheskel selbst geschrieben, gebracht und aus ihr verlesen. Auf dem Grabe des Jecheskel brennt eine ewige Lampe die er selbst angezündet, und in die immer Oel gegossen wird. Auch ist dort ein großes Haus das voll Gesetzrollen (ס׳י־ח) aus der Zeit des ersten und zweiten Tempels, und wer kinderlos ist heiligt seine Gesctzrolle dorthin. Die Juden aus Perfien und Medien, die zur Erfüllung ihres Gelübdes dorthin beten kommen, sowie die im Lande wohnenden Inden bringen die Gesetz- 2) Vgl. Ritter S. 188. SSI. Ritter hält die großen Zahlen für Abschreibefehler. . 3) Diesen von B. erwähnten Thurm bestieg noch in neuerer Zeit Cl. Mich. vgl. Ritter S. 363. 4) Diese Synagoge und das Grab fand auch Buckingham im I. 1827. Ritter das. Es ist also falsch, wenn man ר׳ יצחק נפחא durch ״N. I. der Schmied" übersetzt, sondern R. I. aus Napacha. Ebenso halte ich dafür, daß 44*

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