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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-12-01 · Heft 15 (Dezember 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 15 (Dezember 1852)
Article
Galerie jüdischer Reisebeschreiber
Date
1852-12-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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580; Galerie jüdischer KeWeschrMer» Daniel, gestorben, aber der Präsident der ersten Academie R. Samuelb. Eli lebte noch (S.14)«). Wie es schemtwar damals ein eigentlicher Rosch-Gola nicht ernannt: es war nämlich Streit ausgebrochen über die Einsetzung des Rosch-Gola, da zwei Männer aus dem Hause David um diese Stelle rivalisirten (S. 17). Dieser Präsident der Academie, dessen Schule von ungefähr zwei tausend Schülern besucht war, genoß ganz das Ansehen des Rosch-Golaז), und die Einsetzung der Richter (Rabbinen) in Babylon, Persien ff. erfolgte nur durch ihn. Sein Ansehen wurde allenthalben anerkannt;, und sein Begleitungsschreiben verschaffte dem R. Petachia allenthalben Aufnahme und Fortkommen. Doch schon im Anfänge des 13. Jahrh. wird von Bagdad wenig gehört, und der eigentliche Sitz jüd. •Größe und Gelehrsamkeit war Mofnl»). Durch den Einfall der Mongolen — Mitte des 13. Jahrh. — scheint mit dem Kalifat die W. Gemeinde zu Bagdad viel verloren, und auch das Exilarchat sein Ende erreicht zu haben »). Von dem blühenden, den Ehrennamen ״Dar al Salam" ״Sitz des Friedens" führenden Bagdad gehet B.'s Weg über die von 15,900 Inden bewohnte Stadt Gihiagin^) nach dem alten, in feiner einstigen Blüthe den Orient beherrschenden nun zerstörten Babylon. Ein Bild der Vergänglichkeit aller irdischen Größe in Bagdad oft ereignenden Unruhen und Aufstande, sowie durch die Züge der seldschukische» Sultane gegen die Kalifensradt. Mochten nur wenige Juden Lust gehabt haben, sich daselbst niederzulassen-. Der Rosch-Gola wohnte als höchster Vertreter oder Vorsteher der Judenschaft daselbst: und die vielen jüd. Academien waren eigentlich mehr Gerichtshöfe, die nach trlm. Rechte die häufig vor den Rosch-Gola kommenden Processe schlichteten. Das talm. Recht war die für die Juden geltende Rechtsnorm. vgl. Frankel Genchtl. Beweis S. 53 ff. Die vielen Synagogen waren ebenfalls durch die zum Rosch-Gola strömende Menge entstanden;. 6) Vgl. oben Anmerk. 7. Petachia weiß nur von einer Academie. 7) Petachia nennt zwar S. 16 «inen N. ©liefet als Rosch Gola, dieser scheintaberwie aus S.l7 hervorgehet nicht wirklich diese Würde bekleidet zuhaben. 8) So bei Charksi, der immer nur Äschur d. i. Mosul (vgl. 12.18. £4.•46. Mac. und sonst( nie aber Bagdad erwähnt. S) Vgl. Cassel Ersch und Gruber Thl. 27. S. 194, 41 u. S. 196 ff. 1) Ritter S. 262 weiß nicht diesen Ort zu bestimmen. Cassel (a. a. O. S. 193, 40) meint, da B. von diesem Orte sagt רסן K'N und JoMä 10 sich sindet רסן וה אקסויספרך , so sei hier Ktesiphon wahrzunehmen. Es ist jedoch zu erwägen, daß nach Gittin 6» Ktesiphon nicht wett von Ardfchir, und diese wieder Nach Jebamoi. 37b nicht weit von Suva, dem Orte Rab's lag. Dieses Gihiagin scheint aber nach der Reiseroute B.'s von Sura sehr entlegen gewesen zu sein. B.'s Bestimmungen durch היא sind wie an vielen Orten zu ersehen, sehr unzuverlässig.

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