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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-12-01 · Heft 15 (Dezember 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 15 (Dezember 1852)
Article
Galerie jüdischer Reisebeschreiber
Date
1852-12-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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IRI
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Galerie jüdischer Rcisebeschreiber. 565 Samuel b. Simson besuchte im 13. Jahrh. diesen Ort: das vorgedachte Gebäude, meint er, sei vor 600 Jahren errichtet worden°). Zu seiner Zeit war Chcbron in der Gewalt der Mahomedaner, die mit Jerusalem (1187) auch den ganzen südlichen Theil eroberten. Ueber dieser Höhle ist jetzt eine Moschee erbauet, zu der weder Juden noch Christen der Zutritt gestattet ist. Die Höhle ist vermauert und hat bloS oben eine kleine Oeffnung, durch welche die Mahomedaner stets brennende Lampen hinablasseu und so ein ewiges Licht unterhaltenH. — Von dem von B. gedachten -,Haus Abrahams" finden sich noch heute beträchtliche, auf ein hohes Alterthum weisende Spuren: Manche suchten hier das Mamre der heiligen Schrift 2). Benjamin bereiste von Chebron aus den Südwesten von Palästina, bis nach Ascalon: von da richtete sich sein Weg nach dem Norden Palästina's, Galiläa. Nur in drei Städten Palästiua's wohnten zwei bis dreihundert Juden, und zwar in Jerusalem und in Ascalon je 200, in Törou de los Cavalleros 300. In sehr vielen, und darunter manchen als früherer Sitz der Gelehrsamkeit bekannten Städten waren gar keine, an anderen ein oder zwei jüd. Einwohner. Ein gedrängter geschichtlicher Ueberblick' wird über die Lage der Juden und über die frühere Wichtigkeit, dieser Städte einigen Aufschluß geben. Durch die Zerstörung Jerusalems durch Titus war der schon lange morsche Staat zusammengebrochen, und es schwand der letzte Schimmer der Selbstständigkeit. Die Provinz Judäa empfand zumeist die Härte des Eroberers; doch datirt die eigentliche Zerstreuung nicht von Titus, es blieben noch viele Juden im Lande die bedeutende Gemeinden bildeten. Als die vorzüglichste Gemeinde dieser Zeit ist Jabne in Judäa nach ihrer geistigen Bedeutung zu nennen. R. Jochanan ben Saccai hatte sich diese Stadt von dem ihm geneigten Vespasian erbeten (Gittin 56); und dort er« stand wieder den Juden ein religiöser Mittelpunkt, ei» Glaubenshalt unter dem sie sich schaartcn. Das Synhedrium nahm dort 6) Iimeraire p. 129. In dm dortigen Berichten ist Manches offenbar durch Abschreiber entstellt. Sain. b. Sims, stieg 48 Stufen zu der Hohle hinab, Sam. halt übrigens, wie zu ersehe», das Gebäude für zu jung. 7) Sv nach Schwarz S. 240. Nach dem Reisejvurnal der Lädt) Montestöre scheint noch jclzt eine eiserne Thiire im Innern der Moschee zu der Höhle zu führen. Vgl. Frankel Zeitschrift für die rel. Jnteres. des Judenth. Jahrg. 1844. S. 352. 8) Robinson S.' a. a> £>, 43*

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