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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-11-01 · Heft 14 (November 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 14 (November 1852)
Article
Galerie jüdischer Reisebeschreiber
Date
1852-11-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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IRI
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538 Galerie jüdischer Reisebeschreiver. des Berges sind viele jüd. Gräber, im Berge die Höhle des Propheten Elias: hier haben zwei Christen eine Kapelle׳^) errichtet, genannt St. Elias: und aus dem Berge ist die Spnr des Altars erkennbar, den Elias wieder hergestellt'(2. Kön. 18, 30). Ueber Casarea, dem alten Gat, ging B., nachdem er mehrere Orte, unter denen vorzüglich Sebaste, das alte Samarien, und NapluS, das alte Sichem (Schechem), die Wohnsitze der Samaritaners berührt hatte, nach Jerusalem. Jerusalem, berichtet B., ist eine kleine mit drei Mauern befestigte Stadt. Man findet dort Jakobiten, Armenier, Griechen, Georgier, Franken, überhaupt Männer von allen Sprachen. Daselbst ist eine Färberei, die die Juden alljährlich vom König pachten, so daß sie allein die Färberei zu Jerusalem betreiben 5). Es wohnen daselbst zwei hundert Inden beim Thurm Davids am Ende der Stadt 0). Der zehn Ellen tiefe Grund der Mauern dieses ThurmeS ist alt und von unseren Vätern errichtet, das Uebrige von den Mahomedanern erbauet. Es gibt in der ganzen-Stadt kein festeres Gebäude als der Davidsthurmד). — 3) בפה, eigentlich Altar, diese Bedeutung häufig bei Benjamin. 4) Die Samaritaner {im Talmud Kutiim 2'NW) erkennen nur den Pentateuch an, und halten noch heutigen Tages die levit. Neinheilsgesetze. B. hat hier manches Ausführliche. Wir verweisen auf Frankel: Ueber den Einfluß der pälast. Exegese S. 244 ff. 5) Jüdische Färber werden häufig von Benjamin und Petachia, auch von Samuel b. Simson (Carmoly Itineraire p. ILO) erwähnt. Diese Kunst scheint von Juden lebhaft getrieben worden zu sein (vgl. Carmoly S. 148). 6) Als die Kreuzfahrer 1099 Jerusalem eroberten richteten sie als frommes Opfer ein großes Blutbad unter den Muselmanen und den wehrlosen Juden Jerusalems an: die noch etwa übrig gebliebenen Juden zerstreueten sich nach allen Richtungen. B. begegnete daher nur 200, und auch diese vertrieb der finstere Glaubenshaß, so daß.Petachia (S. 62) nur einen Juden (er nennt ihn N. Abraham den Färber) daselbst traf. Als Saladin im I. 1187 Jerusalem wieder eroberte schonte er alle Wehrlosen, und gab selbst viele tausend Gefangene frei: seine Großmutb wird von einem frühen christlichen Schriftsteller der fanatischen Blutgier christlicher Eroberer gegenüber gestellt (vgl. den bei Willen cu a. O. Th. 5, S. 308, Anmerk. 55 angeführten Nicetas). Unter der muselmanischen Herrschaft entstanden wieder mehrere jüd. Gemeinden zu Jerusalem: Charisi spricht (e. 28) von ihnen, und auch Samuel b. Simson (läriewmro p. 127) scheint auf einen erträglichen Zustand hinzudeuten. Vgl. Zunz bei Asher Th. 2-, S. 89. 7) Der Thurm Davids (Hohcl. 4, 4erwähnt), liegt am nordwestlichen Zionsberg, und bildet noch heute eine Festung. Sam. b. Simson (a. a. O.) sagt, daß man von da sich in den Vorhof des Tempels begebe um anzubeten. Dieser Thurm ist nach Einigen der Hippicus des Josephus. Nach Schwarz (a. a. O. S. 229) ist der heutige Migdal David der vom König Rsia (2. Cbron. 26, 9) erbaute Thurm, von dem sich die Grundmauern erhalten.

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