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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-11-01 · Heft 14 (November 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 14 (November 1852)
Article
Galerie jüdischer Reisebeschreiber
Date
1852-11-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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524 Galerie jüdischer Reisebeschreiber. Auszeichnungen sehr spärlich und vereinzelt, die Ereignisse selten vollständig, oft auch kaum in wenigen Zügen niedergelegt sind. Die Geschichtsforschung sieht sich daher veranlaßt, hier zunächst gevgraphische Mittheilnngen als wesentliche, einen Rückschluß auf das Geschichtliche gestattende Bestandtheile in ihr Bereich zu ziehen; und es bietet sich ihr hier mancher kostbare Fund, da diese Mittheilungen auch historischen Stoff enthalten, nicht nur über Wohnfitze und Niederlassungen der Juden, sondern auch über deren innere und politische Zustände berichten. Die eigentliche Reiscbeschreibnng der Juden beginnt mit dem zwölften Jahrhundert. Zwar wird schon im neunten Jahrhundert von einem reisenden Juden, Eldad Hadani, berichtet, und besitzen wir ein kleines seinen Namen tragendes Schriftchen נ), das eine Erzählung seiner Reisen, die von Arabien, seiner Heimath, begannen, durch einen Theil Afrika's gingen und zu dem Zweck unternommen waren, die zehn Stämme aufzu suchen. Er legte seinen Bericht in Briefen nieder, die er von Kairwan aus — einer Stadt an der nordaftikanischen Küste, im heutigen Gebiete von Tunis — an seine Glaubensgenossen in Spanien richtete. Diese Berichte sprudeln von Fabeln über, und können nicht in das Gebiet authentischer Reisebeschreibung, gezogen werden ׳). — Erst vom zwölften Jahrhundert an besitzen wir eigentliche Schriften jüdischer Reisenden, die deren eigene oder nach ihren Aussagen gesammelte Nachrichten enthalten. Diese Reisen waren im Worgenlande von Abendländern unternommen worden: sie hatten theils zum Zwecke, den Zustand der in jenen entfernten Gegenden lebenden Glaubensgenossen kennen zu lernen, theils. waren sie durch dach heiße Sehnen nach der Stätte der Väter veranlaßt und durch die Anziehungskraft, die das heilige Land von jeher auf fromme Gemüther übte. Vorzüglich hat das dreizehnte Jahrhundert eine bedeutende Anzahl nach dem heiligen Lande wandernder Juden auszuweisen. Jerusalem war nach ungefähr neunzigjähriger christlicher, den. Juden feindlicher Herrschaft (1099 —1.187) wieder in mahomedanische Botmäßigkeit übergegangen: und so sonderbar war das Spiel des Schicksals, daß der zu Ptolcmais (Accp) rcsidircnde Titularkönig von Jerusalem, Johanu von Brienne, europäische Inden zur Niederlassung in Palästina einlnd .כתב אלדד הדני(1 2) Vgl. Zuiiz Gottesdienstl: Vorträge S. 138. 140, 1111b Lessen Essay 011 tlic .geographica!.'Litteralnre of the Jeivs, in Rsher's Ausgabe der llinei'ay 01' Benjamin of pnckeia T, 2> P* 214,

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