Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 13 (Oktober 1852)
- Article
- Die Wissenschaft, das einzige Regenerationsmittel des Judenthums
- Date
- 1852-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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490 Die Wissenschaft, das einzige Regenerationsmittel re. waist angetrosfcn, ihm dem zweiten Moses, der die ägyptische Finstcrniß des Volkes durch die Leuchte der Gottcslehre verscheuchte; der mit dem göttlichen Stabe des Gesetzes den steinernen Herzen eleetrische Funken entlockte, an denen sich neue Flammen der Erkenntniß und der Gottesfurcht entzündeten; ihm gelang es, im Verein mit Nehcmia durch Verbreitung der Lehre, durch seine großartige Wirksamkeit auf allgemeine GesetzcskunLc, durch den Anbau der Tradition, durch Einrichtung des Cultus und der Justiz auf Grundläge des MosaiSmus im Volke eine geistige Macht zu. begründen, die dessen politische Dauer lange überlebend, bis heute immer neue Blüthen trieb und noch jetzt das Fundament des Jndenthums bildet, auf welchem die Zukunft ruhen wird. Woher kam der Hcldcnmuth in Schlachten, die Todesverachtung in Niederlagen, die heroische Ausdauer in den fürchterlichsten Leiden und Bedrückungen, durch welche die Makkabäische Epoche ein Glanzpunkt nicht nur der jüdischen, sondern der Weltgeschichte wurde? Etwa von den weichlichen, der Genußsucht ergebenen, reichen Griechlingcn, die dem Judenthume mit Längnung der Tradition den LcbenSfaden abschneidend sich oberflächlich dem herrschenden Griechenthume ergaben, weil Ehre und Besitz davon zu erwarten war? Wahrlich der Derrath und die Noch kam von ihnen, aber Hülfe eben so wenig, wie sie das heutige Judeuthum von Denen erwarten könnte, die, nur geleitet vom Streben nach eitler Ehre und Besitz, gegängelt von fremdem Geschmacke, Sklaven der Mode, ihrer armen Kinder Geist und Körper nach den verschiedensten Seiten hin zerren, quälen und verrenken und seufzen, daß sie das schon aus ein sehr bescheidenes, bei Weitem nicht zureichendes Minimum redncirte Wissen ihrer Kinder vom Judenthume nicht auf Null bringen können, um die edle Zeit der Jugend und ihre zarten Kräfte nicht mit etwas zu vergeuden, das weder Brod noch Ehre bei der Welt bringt, ja worin naive Unwissenheit zur Ehre gereicht, dessen besondere Kunde aber selbst bei einem gewissen Thcile der Inden Verdacht und Mißtrauen erregen könnte; wie man so oft von Juden ähnliche liebenswürdige Redensarten hört, die wir am ungcbildeten Christen, den Juden gegenüber, so sehr tadeln, als: ״er ist zwar orthodox, aber doch ein redlicher Mensch; er ist ein jüdischer Gelehrter, aber nicht ohne Geschmack", ganz so wie die Phrase: ״Sie sind ein braver Mann/ Sie sind gar kein Jude!" Die Hülfe, der Ruhm und der Glanz der Makkab. Epoche kam, wie bekannt, von Denen, die von den! immer lebendig sprudelnden Quell der jüdischen Wissenschaft getränkt, von ihr