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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-10-01 · Heft 13 (Oktober 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 13 (Oktober 1852)
Article
Die Wissenschaft, das einzige Regenerationsmittel des Judenthums
Date
1852-10-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Die Wissenschaft, das einzige Negencrationsniittel re. 487 höchsten Pflicht gemacht, die bei der Jugend beginne» — ,,Du sollst sie deinen Kindern cinscharfen" — und durch'ö ganze Leben fortgesetzt werden soll — ״Wenn ganz Israel kommt zu erscheinen vor dem Herrn deinem Gotte an dem Orte, den er erwählen wird, lieö diese Lehre vor; versammle das Volk, Männer, Frauen und Kinder, damit sie hören und lernen den Ewigen fürchte», und ihre Kinder, die es noch nicht wissen, mögen lernen Gott fürchten." Und je höher Einer gestellt, je größer sein Einfluß ans die Gesammtheit war, desto mehr wurde ihm das Studium der Lehre zur Pflicht gemacht, so daß der König ein Exemplar der heiligen Schrift immer bei sich führen mußte. Auch ließen sich stets die Propheten die Volksbelehrung sehr am Herzen liegen. Sie sprachen nicht nur gelegentlich vor dem versammelten Volke, sondern hielten auch an Sabbaten, Neumonden und Festtagen regelmäßige Vorträge für Männer und Frauen. So heißt es 2 Kön. 14, 23 ״Was gebest Du heute (spricht zur Snnamiierin ihr Mann) zum Propheten? ist doch heute weder Sabbat noch Neumond." Und AmoS (Kap. 8) straft das Volk in seiner Rede: ,,Wehe denen die da lauern: wann wird der Neumond vorüber sein, daß wir die Scheuern öffnen, und der Sabbat, daß wir Getraide verkaufen" — statt ihn zur Belehrung zu benutzen — und fährt fort: ״Es wird eine Zeit kommen, spricht der Herr, da ich Hunger ln das Land sende; nicht Hunger nach Brod, nicht Durst nach Wasser, sondern zu hören das göttliche Wort, und sie werden umherschwcifen von Meer zu Meer und von Nord nach Ost, zu suchen das göttliche Wort und werden es nicht finden! O, daß des Propheten Worte sich nicht an uns bald bewährten! Wie sehr unsere Nabbincu zu allen Zeiten die Wichtigkeit der Religionskenntniß würdigten, mit welcher Uneigennützigkeit sie dieselbe verbreiteten, wie oft sie um dieselbe der Todesgefahr trotzten und selbst den Tod erlitten, ist bekannt. Bezeichnend ist ihre Auslegung zu den Worten des Propheten: ״Mich (Gott) haben sie verlassen, und meiner Lehre achteten sie nicht." ״Hätten sie ihn auch verlassen und seine Lehre, die Erkenntniß nur gewahrt!" Denn selbst in dem gottlosesten Geschlecht, war ihr fester Trost, muß sich, so lange noch ein Funke der Erkenntniß in demselben schlummert, an diesem wieder die Gottesfurcht zur heiligen Flamme entzünden. Der Talmud strotzt von Lehren und Sprüchen, welche den Unterricht von Groß und Klein als Lebensquclle und Bedingung alles Weltcnheiles darstellen. Wir erwähnen nur eine Stelle (Sabbat

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