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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 6 · p. Seite 409

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 6
Article
Karäische Studien
Date
1938-01-01
Page
Seite 409 (sequence 6)
Language
German
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Karäische Studien 409 für die Reduktion der Verbote wegen der Nichtanerkennung von שחיפזת אמר und das damit verbundene Lob würden sich dann natürlich von Hadassi selbst auf seinen mittelbaren Vorgänger, die Vorlage B, verschieben.) Die erwähnte unmittelbare Vorlage Hadassis hinsichtlich der Aufzählung der Gründe könnte vielleicht (muß es aber nicht) Nissi ben Noach ge« wesen sein90. Aron ben Elia, Gan Eden, 84b unten (oder schon seine Quellen) läßt wirklich von der Aufzählung Hadassis die beanstandeten Dubletten weg und zählt daher als Meinung der karäischen Gelehrten97 (also bereits die seiner Vorgänger) nur 6 Verbote. Aron ben Elia I K. III (V), Salm. V, Had. III; III II (VI), IV, IV; IV VII, Vl'I, VIII; V V (IV), VI, I; II — I, II/VIII (beiden gegenüber mit der erwähnten Variierung כבלה statt מתה), II; VI Salmon I, Had. VII. Diese Aufzählung Arons08, die hin• sichtlich der Gesetzeskonkurrenz (offenbar wohl unter dem Einfluß talmu« discher Denkschulung09) besondere Sorgfalt zeigt und, sichtlich bemüht, alle Klippen zu umschiffen, sowohl die Doppelzählung Salmons als die Ha« dassis vermeidet, ist ohne Zweifel konsequent. Über talmudische Anschau« ungen noch hinausgehend100, zählt sie tatsächlich nur Gesetze mit völlig satz zu Frankl, Haschachar 7, 646 ff.; besonders 8, 29 ff.; vgl auch MGWJ 31, 13; der das Verhältnis Nissis, bzw. der ihm zu geschriebenen Schriften zu Hadassi umgekehrt sah, hat Poznanski, JQR N. S. 11, 249, wiederum die ältere Auffassung Pinskers a. a. O. von der Benutzung, bzw. Plagiierung Nissis durch Hadassi wieder aufgenommen; siehe schon Hirschfeld, JQR N. S. 8, 161; auch Skoss, EJ 7, 777.) — Die Zeit Nissis hier gemäß H a r k a v y, Stud. u. Mitt. זכרון לראשונים, VIII, S. VII, und Poznanski a. a. O.; vgl. auch Skoss, Ali b. Sul/s Comment. 9, auch Anm. 43, 191. Hirschfeld hat gegen Poznanski a. oben S. 348 Anm. 77 a. O. (vgl. denselben bereits JQR N. S. 8, 160) an der frühen Da« tierung, 1. Hälfte des 9. Jhdts., festgehalten. 05 Vermutlich unter talmudischem Einfluß; vgl. weiter Anm. 99. 96 Vgl. oben Anm. 94. 9וחכמינו ע״ד, אמרו כי באכילת הקבוט ששת דברים אסורים ז• Diese Verbote sind (in dieser Reihenfolge): מעלה גרה, אוא״ב, גה״ב, דם, נבלה, חלב• 98 Vgl. die vorige Anm. 99 Darin unterscheiden sich hier die späteren Autoren, wie ein Aron ben Elia, vorteilhaft von ihren älteren Vorgängern, eine Folge der von ihnen wirklich gründlich betriebenen talmudischen Studien (an Stelle der doch mehr auf rein äußerliche Kenntnis der talmudischen Materialien —, die sie allerdings in sehr ausgebreitetem Maße besaßen —, als tieferes inneres Verständnis der talmudischen Halacha eingestellten Art der älteren, vgl. oben S. 406), wie sie ja den späteren auch durch die inzwischen vor« handenen Talmudkommentare und die Werke Maimunis (vgl. die folgende Anm.) sehr wesentlich erleichtert wurden. 100 In diesem Punkte wohl in Übereinstimmung mit der Theorie Mai« Monatsschrift. 82. Jahrgang 28

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