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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 6 · p. Seite 385

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 6
Article
Abravanels Lehre vom Niedergang der Menschheit
Date
1938-01-01
Page
Seite 385 (sequence 5)
Language
German
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Abravanels Lehre vom Niedergang־ der Menschheit 385 gehen der Hamiten, zumal Nimrods, beim Turmbau: sie wollten ״Polismenschen“ werden im doppelten Sinne des griechischen Wortes; sie bevorzugten die ״Stadt46 mit ihren Technai vor dem einfacheren Leben auf dem Lande und setzten den ״Staat44 mit seiner — zu Herrschsucht und Ehrgeiz verleitenden — Rangordnung anstelle der natürlichen Gleichheit aller Menschen: Finkelsclierer 4988a. Diese Anschauung steht mit der herkömmlich-jüdischen in weit schärferem Widerspruch als seither betont ist — a) in exegetischer, b) in weltanschaulicher Hinsicht. a) Nach der herkömmlichen Erklärung begeht Adam eine Sünde, u. z. durch seinen Ungehorsam gegen ein göttliches Gebot. Und diese Sünde steht mit Kains Habgier oder dem Turmbau in keiner innerlichen Beziehung. Wohl finden sich bekanntlich auch im jüdischen Schrifttum Spuren des Glaubens an eine Erbsünde; und sie sind im ausgehenden Mittelalter, mit zunehmender Bekanntschaft mit der Kirche, stärker herausgestellt worden. Aber gerade wo dies geschieht — wie bei Ab. selbst, sogar im gleichen Gen-Kommentar* * * * * * * 8 9 — צלם אליה* והמציא ג״כ לתקון חייו כל הדברים ההכרחיים לקיומו ♦ * ובל זה במציאות טבעי בלתי (so ed. Ven.) אבל שיהיו כל צרכיו מוכנים A'ziyyn]) נצטרך ליגיעה ועמל ולא למלאכה אנושית ונמצאים תמיד אצלו כדי שלא יטריד נפשו בבקשת צרכי גופו אלא בהשלמת נפשו אשר בעבורה גברא ושמפני(ומפני?) זה צוה אותו שיסתפק בדברים הטבעיים אשר המציא לצרכו ולא ימשך אתר המותרות (evBoga s. u.) ולדברים המפורסמים (xdyvai: s. o.) ׳) המצטרכות לעסקי המלאכותicspiTia) באופן שלו יטה שכלו אל התיקון הגופני שהוא הפך השלמות הנפשי שהוא התכלית» Etwas kürzer tritt die gleiche Anschauung vom Sündenfall zu 111 (49 d) hervor. 8a An Josephus Ant. I knüpft AK nicht nur (Baer 250)- in der Schilderung Kains an, sondern auch in der seiner Nachkommen; § (>0: Kain baute eine Stadt (vgl. L. Strauß 109, 2) und ging auf jede körperliche aus; auch wenn sie nur durch Vergewaltigung der Mitmenschen• zu gewinnen war“; er wird nach dem folgenden Lehrer der 7]öov7j und Räuberei, beseitigt daher das frühere sorglose Zusammenleben der Menschen, indem er Maße und Gewichte sowie Flurgrenzen (l) einführte, eine Stadt baute und sie mit Mauern umgab. Auch sein Nachfolger Jubal, der sich besonders auf das Kriegshandwerk verlegte, sucht sich alles zu verschaffen, was der 7^ov des Körpers dient, und erfindet zu diesem Zweck die Erzgießerei. Auch Kains sonstige Nachkommen neigen meist zu Mord und Raub; und wenn einer zum Morde zu feige war, so verfiel er, übermütig und habgierig, einem anderen Wahn. — Aber die Taten der Kainiden stehen hier weder mit der Sünde Adams noch mit derjenigen Nimrods in Zusammenhang. 9 Die wichtigsten Stellen aus Ab. bei Jacob Guttmann, Die

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