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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 5 · p. Seite 341

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 5
Article
Karäische Studien
Date
1938-01-01
Page
Seite 341 (sequence 18)
Language
German
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Karäische Studien 341 dieser Periode des stärksten Kampfes und größten Gegensatzes zwischen Karaismus und Rabbanismus doch wiederum auch, parallele Tendenzen zutage treten — neben den bekannten Erscheinungen50*1 sei bier an die starken messianischen Tendenzen, den bestimmten Erwartungen vom unmittelbar bevorstehenden Anbruch der messianischen Zeit erinnert, in denen zu jener Zeit, besonders im 10. und 11. Jahrhundert, Karaiten und führende Rabbaniten, einander nicht nachwieder ein anderer karäischer Schriftsteller übereinstimmt (S k o s s 77). Zur Charakteristik des jüdisch-arabischen Stils vgl. neuerdings Skoss, Hebr.-Ar. Dict. CXLff.; S. D. Goi t e i n, תשובות רבנו אברהם בן הרמב״ם ed. A. H. Freiman-Goitein, Jerus. 1937, XXIIIff., besonders die Lite« raturzusammenstellung XXIV. 50a So sei auch auf die Wahl der Gedichts(-Piut)form für die pole« mische Literatur hingewiesen, von der beide Lager reichen Gebrauch machen (Mann II 116 ff.). 51 Hier allerdings erst Maimuni, abweichend von seinen Vorgängern Samuel ben Chofni und Chefez. ben Jazliach; vgl. meinen Aufsatz S. 106, 107 [2] Anm. 4. — Wie soeben (vorige Anm.) bemerkt, zeigen auch in anderen Fällen des arabischen Sprachgebrauchs, wo Chefez und Maimuni voneinander abweichen, karäische Autoren bald mit dem einen, bald mit dem anderen Übereinstimmung. Die karäischen Bücher der Gebote sind übrigens die Normalform des systematisch angelegten Kompendiums der materiellen karäischen Halacha, wie dieselben etwa den über das Gesamt gebiet der in Geltung stehenden Halacha sich erstreckenden Dezisoren der rabbinischen Literatur ent« sprechen. — Außer den bekannten durch den Druck verbreiteten karäischen BB. d. GL (Eschkol hakofer, Gan Eden, Addereth Eliahu) und neueren Editionen (wie etwa den ob. S. 327 AnmL 12; S. 328 Anm. 13; S332 .׳ Anm. 25; 334 Anm. 29 erwähnten) vermag man auch über Anlage und Art der älteren BB. d. G. sich aus den Mitteilungen und Exzerpten Pinskers (vgl. beispielsweise auch A. 188) und Harkavys (Studien u. Mitteilungen, ,זכרוןלראשונים VHI, 1903, 175ff.), sowie den vielfachen Mitteilungen Poz« n a n s k i s (in KLO, vgl. etwa 33, und besonders den S. 334 Anm. 29 angeführten kritischen Referaten) wohl einigermaßen eine Vorstellung zu bilden. (Als Editionen karäischer Abhandlungen über wichtige Teilgebiete der Halacha seien ferner noch genannt Markau, Dl Buch von der verbotenen Verwandtschaftsgraden des Jeschua ben Jehuda Texte und Untersuchungen aus dem Gebiete des karäischen Ehegesetzes I, Petersburg 1908; derselbe, Mosche Baschiatzis Sefer Arajoth, Hakedem III, Petersburg 1909, hebr. Abt. 57 ff.; siehe zur halachischen Charakteristik von Jeschua ben Jehuda auch Martin Schreiner, Studien über J. b. J., 18. Bericht der Berliner Lehranst. f. d. Wiss. d. Jdt. 1900, 68 ff.). Dieselben sind also selbstverständlich in Anlage und Charakter von

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