Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 82 (1938)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Karäische Studien
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 340 (sequence 17)
- Language
- German
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340 Jakob Neubauer der die Eigenart des Judentums bildenden Halactia473׳ das Distanzgefühl gegenüber der arabischen Sprache sich meldete und das Empfinden dafür lebendig war, hier seien der Übersetzbarkeit besondere Grenzen gezogen4711. (Moderne Autoren haben freilich in Verkennung dieses Feingefühls sich dann bemüßigt gesehen, rein mechanisch arabische Titel für arabische Schriften zu konstruieren48. Mit ״vaterländischen“ Tendenzen zugunsten des Arabischen, die in Parallele gestellt werden zu Thomasius, der ״am Ende des 17. Jahrhunderts zuerst seine Vorlesungen nicht mehr in lateinischem Gewand, sondern deutsch hielt“ — wie die Wirksamkeit jener jüdischarabischen Schriftsteller dem assimilatorisch-reformatorischen Geschichtsbilde erschien49 —, läßt sich freilich ein solches beinahe demonstrativ anmutendes Meiden des arabischen Titels zugunsten des hebräischen bei Werken in arabischer Sprache — ganz abgesehen von deren Mischcharakter — kaum vereinigen.) Daß übrigens (ebenso wie bei anderen harakteristischen Erscheinungen des jüdisch-arabischen Stils50) auch hinsihtlidh dieser ״Zweisprachigkeit“ von Titel und Buch bei arabisch geschriebenen Büchern der Gebote Karäer Überein- Stimmung mit Rabbaniten51 zeigen, wie auch sonst gerade in Für arabische Schlüsse und Überschriften in Gedichtsammlungen sei noch etwa heraus gegriffen Brody, Mitteilungen des Forschungsinstituts für hebräische Dichtung I (1933) 1 ff., (ידיעות המכון לחקר השירה העברית) II (1936), 1 ff. passim; vgl. auch PT es sn er, EJ 3, 56f.; für Karäer Davidson, Diwan d. Moses דרעי, S.-A. aus Choreb 5697. 47a Aus dem, gleichen Grunde muß daher auch (wie richtig Chaim Neuburger, D. Wes. d. Ges. i. d. Phil. d. Maim., Bresl. Diss. 1933, 10) gerade d. Stellung zum Wesen des Ges. und seinen Gründen für den Cha« rakter der jüd. Religionsphilosophen und ihrer Religiosität von besonderer Bedeutung sein, was natürlich ganz besonders von M. gilt. 47b Ebenso wie Saadia (gemäß Malter) für ספר הגלוי wegen der Un~ Übersetzbarkeit seines ״Anspielungsgehaltes“ einen sachlich verschiedenen arab. Titel gewählt hat (ob. S. 324 Anm. la). 48 Vgl. ob. S. 337 Anm. 44. 49 Abr. Geiger, D. Judentum u. s. Geschichte II, Breslau 1865, 76. 50 Siehe S k o s s, Arab. Commentary of Ali ben Suleiman the Karaite, Philad. 1928, 64 f., 75 f. Bezeichnenderweise gebraucht Ali zur Wiedergabe eines geläufigen rabbinischen Terminus den gleichen HebraismüS wie Chefez ben Jazliach in seinem B. d. G. (Sk oss 76, vgl. Anm. 319; 131 Anm. zu 1. 13). Maiimini in seinem Buch der Gebote bevorzugt hier, abweichend von Chef ez, den Ausdruck des klassischen Arabisch, womit