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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 5 · p. Seite 339

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 5
Article
Karäische Studien
Date
1938-01-01
Page
Seite 339 (sequence 16)
Language
German
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IRI
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Karäische Studien 339 dieren zum Gepräge des sprachlichen Mischcharakters hin (unter Vermeidung der rein arabischen Sprachgestalt) auch der Inhalt der halachischen Werke des jüdisch-arabischen (rabbinischen) Schrifttums zeigt (wenn die Terminologie und die zahlreichen Zitate, die einen unmittelbaren, integrierenden und bisweilen auch dem äußeren Umfange nach sehr ansehnliehen Teil des Buches bilden, hebräisch sind, ״so daß eigentlieh beim Leser das Verständnis beider Sprachen vorausgesetzt wird“47) —, ist ungemein bezeichnend dafür, daß bei 47 ÄrL XXXV. Um bei BB. d. G. zu bleiben, sei hier bloß auf das Maimunis und das des Chefez ben Jazliach hingewiesen; vgl. meinen Aufsatz a. a. O. S. 112 [7] Anm. 13. Hierbei weist naturgemäß das sprachliche Mischverhältnis hinsichtlich des hebräischen Anteils nach Schriftsteller und Werk große Verschiedenheiten auf — vgl. auch meine Ausführungen a. a. O. und hinsichtlich dieses Mischcharakters im Allgemeinen mit zahlreichen Beispielen für Karaiten und Rabbaniten ArL a. a. O.; weitere typische Beispiele bei Epp enstein, MGWJ 49, 1905, 374. — Die beste Blustration bietet hier die so ungemein bezeichnende Äußerung Maimunis in seinem (hehr.) Responsum an R. Pinchas ben Meschulläm, den Dajan in Alexandrien (im Hinblick auf Sehoresch II und die anderen Grundregeln): וכשתקרא אותו] [ס׳ המצות] יתבאר לך אע׳פ שהוא בלשון ערבי שרוב אותן הפרקים בדברי חכמים בלשון הקדש (Fr. 162 Z. 12ff.). Natürlich muß Maimuni, sonst wäre/ dieser Passus unverständlich, bei dem aus dem Byzantinum stammenden R. Pinchas (רומניא Byzanz; Belege, Mann, Jews in Egypt etc. II, 1922, 307 Anm. 2) doch auf Grund seiner Tätigkeit als Richter in Alexandrien eine gewisse Vertrautheit mit dem Arabischen voraussetzen (s. auch Fr. S. XLVH; allein in einem solchen Zusammenhang kann jenes שרוב gemeint sein). Eine nach Anlage und Art besondere Spezies derartiger Misch- Schriften bildet das Schrifttum der arabisch-hebräischen Kommentare, bzw. Midraschim aus dem Jemen und benachbarten Gebieten (von denen hier beliebig als Beispiele herausgegriffen seien die סראג אלעקול des Abu Mansur al-Dsimari (darüber Alex. Kohut, Notes on Abba Manzur al-Dhamari’s Commentary, Proc. of the Jew. Theol. Seminary Association, New York 1892; ArL 254 § 204); die בור אלצלם des Nathanei ben Jesaja (darüber Kohut, Light of shade, 1894, ArL 245 § 188), sowie der מדרש אלציאני des Abraham ben Salomo; über diesen Midrasch siehe ArL 248 § 194; Stein- Schneider, Hamaskir, Hebr. Bibi. 19, 1879, 131 ff.; 20, 1880, 7ff. und (auch wegen der Exzerpte) Sassoon, Ohel David, Descript. Cat. of Hebr. and Samarit. Manuscripts I, 1932, S. 57 ff. (der Name Abraham ben Salomo ist zu ergänzen im Register ya). Mitteilungen aus solchen Midraschim jetzt bei M. M. Käscher, תורה שלמה T. III (1932) ff.; zu deren Charakteristik vgl. das Vorwort zu T. III; sowie Finkeistein, HUCA1 12/13, 523 ff.

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