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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 5 · p. Seite 338

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 5
Article
Karäische Studien
Date
1938-01-01
Page
Seite 338 (sequence 15)
Language
German
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338 Jakob Neubairer Diese Zweiheit der Sprache für Titel und Buch, der Umstand, daß in halachisehen Schriften von der Art der Bücher der Gebote — und dies auch bei den Karäern— der Autor bisweilen trotz der arabischen Sprache des Inhalts einer Arabisierung des Titels, wie es doch äußerlich gesehen die Konsequenz erfordern würde, offenbar instinktiv widerstrebt und sich dagegen veranlaßt sieht, zugunsten des Hebräischen einen Dimorphismus zur Schau zu tragen46 — wie das gleiche Ten- Wie aas Fürst (Anm. S. 17 Anm. 191, 192) selbst hervorgeht, hatte er in Wirklichkeit für die Annahme dieses Titels keinen andern Aniah als die Angabe Steinschneiders (Leidener Katalog 172) and Pinskers (A. 196), daß in der hebräischen Übersetzung eines anderen Werkes von Josef al-Basir sein ספר מצות zitiert wird! (,, וכבר עשינו ספר מצות“), was Fürst flugs ins Arabische übersetzte (vgl. schon HÜ 452 N. 577 — übrigens ist etwa Fürst II S. 145 § 25 Ziff. 2; vgl. Anm. S. 55 ff.; beim B. d. G. des Levi bar Jefet keine Inkonsequenz, da dieser hier noch hebräisches Original annahm; hiergegen vgl. oben S. 326 Anm. 7; vermutlich auch der gleiche Grund bei Fürst S. 112 § 3 Ziff. 2; vgl. Anm. S. 40). Beispielsweise hatte auch Fürst (II 284, Anm. S. 108 Anm. 12) für die Sektion III (über die Kalenderberechnung) des Almurschid׳ (von Samuel Maarabi) von der ihm (auf Grund der Mitteilung Pinskers A146 .׳ Ziff. 4) die Existenz einer hebräischen Übersetzung bekannt war und in der er (gemaß der gleichen Angabe) eine besondere Schrift Samuels sah, aus der arabischen Sprache des Originals einen arabischen Titel Kitab el-Ibbur kombiniert. (Diese Sektion III aus der Berliner Handschrift, samt jenem Fragment der hebräischen Übersetzung des Samuel ben Abraham halevi zu Jerusalem 1757 aus Mskpt. P i n s k e r, liegt jetzt vor in ed. Felix Kauffmann, Traktat über die Neulichtbeobachtung etc. b. d. Karäern von Samuel ben Moses, Heidelberger Diss., Lpzg. 1903, vgl. XIV; dazu Poznanski, JQR 16, 1903/04, 405ff, — Der ausdrückliche Vermerk מם' המצות in der hebräischen Übersetzung bei Kauffmann S. 20*). Solche ״Titelschenkungen“ (״Fürst schenkt ihm den arabischen Titel“) hat schon Steinschneider (HÜ 947 Anm. 319; vgl. auch 452 Anm. 577) mit der ihm in solchen Fällen eigenen Ironie zurückgewiesen. Ob sogar der Gebrauch der Bezeichnung כתאב אלשראיע für das Kompendium Kirkisanis in der Tat diesem selbst angehört (und nicht vielleicht erst die modernen Autoren sich ihrer bedienen), ist nach den bisherigen Mittei־ langen noch keineswegs sicher (vgl. bes. oben S. 333, auch Anm. 27, 27a). 45 Vgl. schon S t ei nsch n e id e r, HÜ 942 § 562 Ziff. 3. 46 In diesem Sinne erscheint mir doch die Wahl des hebräisehen Titels gerade darum* weil es äußerlich gesehen als eine Anomalie erscheint, obwohl sonst die ganze Titelfrage für die bewußten Überlegungen jener Autoren sicherlich keine Rolle gespielt haben dürfte (vgl. m. Ausführungen a. a. ö. S. 111 [7]; ob. S. 325 Anm. 2) nicht bedeutungslos.

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