Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 82 (1938)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zur hebräischen Poesie des Mittelalters
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 319 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2830031-2830037-2841426--55493-2841472- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Zur hebräischen Poesie des Mittelalters 319 seines ältesten Sohnes veranstaltet hat32. Die Verfasser, Isaak ha Levi, Jehuda b. Kalonymus, Ephraim b. Jakob, Baruck b. Samuel lebten alle am Rhein, Isaak b. Schimschon Hanakdan wahrscheinlich weiter östlich. Auf die Dichtungen folgen kurze Anmerkungen mit Herkunftsangaben und einzelnen Bernerkungen zum Texte. Überraschungen bieten auch die anderen Veröffentlichungen der Mitteilungen. Das erwähnte Manuskript Schocken Nr. 37 hat sich als eine überreiche Fundgrube unbekannter hebräischer Gedichte erwiesen. Was der Schreiber in seiner zierlichen engen Schrift33 alles aufgenommen hat, ist nicht auszudenken, wo er das Material hergenommen hat, unergründlieh. Bro'dy veröffentlicht daraus 48 Gürtelgedichte des bereits genannten Todros Ab u-FA f i j a, die in der Abschrift des Gan Hamesdhalim nicht enthalten waren34. ״Daß es sich wirklich um Gedichte von Todros handelt, kann keinem Zweifel unterliegen. Schon ein flüchtiger Vergleich mit den Versgedichten zeigt dieselben Bilder, Redewendungen und Be- Sonderheiten, die für die Sprache und Stilistik Todros’ kennzeichnend sind. Auch die Männer, denen die Gedichte gewidmet sind, gehören seinem Freundes- und Gönnerkreise an.66 Die Herausgabe war mit besonderen Schwierigkeiten verbunden, die zum allergrößten Teil in der Beschaffenheit der Handschrift, zum Teil aber auch in den Eigenheiten dieses trotz seiner hohen Begabung mitunter versagenden Dichters liegen. Brodys Bearbeitung folgt den von ihm auch sonst angewandten Methoden; der Bestimmung der Gedichte gemäß läßt er die Reime im Druck hervortreten, die Erläuterungen sind kurz gehalten. Auch Meir Halevi Abu -FA fi ja (ca. 1170—1244) war trotz der Verse am Beginn seiner Streitschriften und einiger anderer bisher als Dichter nicht bekannt. Unser 32 רשויות לחתן חוברו ע״י פייטני אשכנז הראשונים ולא נדפסו ״ והנה נתעוררתי אני שלמד. זלמן שוקן והויל זכרון ברכה לבבי החתן מרדכי יהודה שוקן ולבת גילו הכלה שולמית לבית פרסיץ ליום חתונתם ייג בכסלו תרצ״ז פה תל אביב 33 Ein Foto der Handschrift in Yellins ״Gan“ II S, I. 34 Mitteilungen I S. 1—93; nochmals abgedruckt und mit einigen neuen Bemerkungen Brodys versehen in Yellins ״Gan“ II, 2 Anhang.