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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 5 · p. Seite 318

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 5
Article
Zur hebräischen Poesie des Mittelalters
Date
1938-01-01
Page
Seite 318 (sequence 13)
Language
German
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318 Ismar Elbogen Ägypten, über die J. Mann schon einiges veröffentlicht hat28, oder die Kina des R. Jeschua Hechawer auf den Tod seines Sohnes im Jahre 1026. Habermann veröffentlicht das von Zunz benutzte, bisher nur handschriftlich zugängliche S. K e r o b a29, das wertvolle Nachrichten über den Bau und die Terminologie des Piut liefert und viel aus alten Paitanim zitiert. Das Werk ist nach dem Urteil des Herausgebers jünger als Elasar Rokeach. Er gibt ferner alle Piutim des angesehenen Halachisten Ephraim b. Isaak aus Regensburg (vor 1150) heraus30. Bereits Zunz hat die Bedeutung dieses Talmudforschers als Dichter erkannt; er verfaßte Piutim verschiedenster Art, auch Kerobot und Selichot, behandelte auch ein und denselben Gegenstand mehrfach. Seine Diditungen bilden in Deutschland schon darin eine Ausnahme, daß sie vielfach metrisch sind; eine seiner Akedas ist auch in den sephardischen Ritus übergegangen. Den Inhalt der Gedichte bilden Klagen über Drude und Glaubensverfolgung. Es ist das erste Mal, daß sie alle, gedruckte und handschriftliche, vereint erscheinen; der Text ist sorgfältig hergestellt, vokalisiert und von kurzen Erläuterangen begleitet. In das gleiche Gebiet gehört Schirmanns Veröffentlichung über die hebräisdien Dichter aus Apulien und Sizilien, die er dem handschriftlichen Machsor Korfu entnimmt31. Er behandelt zunächst die bekannten Dichter aus Otranto und teilt unveröffentlichte Piutim von ihnen mit, sowie Achitub aus Palermo (1280—90) ״den ersten Vertreter einer autochthonen hebräischen Dichtung in Sizilien‘4 und seine Dichtung vom ״Korb“ (מחברת הטנא). Das ist eine Makame, die im arabischen Kulturkreis verwurzelt ist, aber in gewandten hebräisehen Versen Maimunis Dogmenlehre bearbeitet und dadurch in dem Werke Tadir erhalten geblieben ist. In dieses Gebiet gehört auch der Privatdruck von fünf bisher nicht veröffentlichten Introduktionen zur Toravorlesung für den Bräutigam am Sabbat der Hochzeitswoche, den S. Schocken zur Hochzeit 28 j. Mann, The Jews in Egypt I S. 31 f., II S. 31-37. Vgl HUG Annual III 258. 29 Mitteilungen! III 91-132. 30 Das. IV 119—195. 31 Das. I 95-147.

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