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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 5 · p. Seite 315

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 5
Article
Zur hebräischen Poesie des Mittelalters
Date
1938-01-01
Page
Seite 315 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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Zur hebräischen Poesie des Mittelalters 315 Der Text wurde sorgfältig hergestellt, auch für bereits gedruckte Gedichte wurden Handschriften oder wertvolle Ausgaben zur Yergleichung herangezogen, so daß man sehr verbreitete und bekannteTexte hier in verbesserter Gestalt findet. Yor jedem neuen Autor ist in wenigen Worten Lebenszeit und -Ort angegeben, vor den Gedichten die Benennung, wo eines vorhanden, das Metrum hinzugesetzt. Alle Gedichte sind vokalisiert. Am Schluß folgt ein Verzeichnis der handschriftliehen und gedruckten Quellen (S. 521-530), ein alphabetisches Verzeichnis der Gedichte nebst ihren Fundorten und Text- Varianten (531—575), eine Übersicht über die Metren (576), Reime (582), Dichtungsgattungen (588), Akrostichen (591), sowie ein alphabetisches Register der Dichter. Das Forschungsinstitut veröffentlicht neben den Textreihen auch Mitteilungen, von denen bereits drei Bände vorliegen, der vierte im Druck ist21. Das Arbeitsgebiet ist bisher im großen und ganzen so verteilt, daß Zulay Paitanim aus dem Orient, Habermann solche aus Deutschland, Brody und Schirmann Dichter der spanischen Blütezeit behandeln. Unter den Abhandlungen der Mitteilungen brachten Zulays Jannai- Forschungen22 die größte Überraschung, da sie fast das gesamte Werk dieses bis vor zwanzig Jahren23 so gut wie unbekannten Dichters rekonstruieren. Zulay hat 61 Fragmente von Piutim gefunden, in denen der Name Jannai ausdrücklich als Dichter angegeben ist, aber weit mehr Dichtungen durch scharfsinnige, geistvolle Analyse ihm zuweisen können. Jannais Piutim sind nämlich vielfach isoliert, aus den eigenen Kompositionen entfernt und in andere hineingesetzt worden, dann aber mit diesen verloren gegangen und nur durch sorgfältige Beobachtung von Genisa-Fragmenten wiederzufinden. Jannai hatte einen Doppelgänger ן שמעון הכהן בירבי־ מגם seine 21י Bd. lr Berlin 1933; Bd. 2 ff. erscheinen unter dem Titel דיעות המכון לווקר השירה העברית Studies of the Research Institute for Hebrew Poetry, Bd. 2, 1936, Bd. 3 ebenfalls 1936; durch die Freundlichkeit des Schocken-Verlags konnte ich Bd. 4, 1938, bereits in den Korrekturbogen benutzen. Der Ein.« fachheit halber ist im Folgenden immer weiter unter ״Mitteilungen'4 zitiert. 22 n S. 213—391. 23 Bis zum Erscheinen von Davidson, Mahzor Yannai, New York 1919.

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