Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 82 (1938)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Funde von Lachisch [Rezension]
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 4)
- Language
- German
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Besprechungen 201 קם לעשרת מלאכה .׳1 . וסמכיהו יתפרהו ♦ .. ו... את אשפוח Auf zur Arbeit! Semachjahu soll den Graben machen! . . . den Köcher! (auch die Be״ deutung ״Dung“ ist möglich S. 160). Über den gleichen Offizier Semachjahu berichtet Brief IV (s. o. S. 198), daß ihn Schemajahu (ein hoher Offizier?) nach der Hauptstadt abgeführt habe. In diesem Zusammenhang lernen wir eine Anzahl neuer Vokabeln kennen, wie z. B. בית הדפד =: Schlafraum, תם ב ה — Runde der militärischen Inspektion, Zusammenziehung der Worte wie איהן — wo er ist, wie auch in Brief III (s. weiter) חי mit dem Tetragramm unter Zusammenziehung der beiden Jod zu einem Wort vereinigt ist, ebenso in. der vorhergehenden Zeile לכיאמר für וכי יאמר♦ Der Schlüssel zum Verständnis der Funde liegt in Brief III, dem um״ fangreichsten und besterhaltenen, der auf beiden Seiten beschrieben ist. Torczyners Entzifferung7 ergibt folgende Übersetzung: ״Dein Knecht Hoschajahu schickte, um meinem Herrn Ja’usch mitzuteilen: Möge JHWH meinen Herrn hören lassen Kunde des Friedens8: [Und nun:] Dein Knecht hat einen Brief geschickt zu dem Hellseher [und in ihm] nahm Dein Knecht Bezug auf den Brief, den mein Herr gestern Deinem Knecht geschickt hat, (und er sagte), daß Deines Knechts Herz krank ist, seitdem Du zu Deinem Knecht ge״ schickt hast, und daß er sagt: Mein Herr, ich verstehe nicht einen Brief zu lesen. So wahr JHWH lebt, niemals hat irgendjemand ver״ sucht, mir je einen Brief zu lesen I Und so, was für ein Brief auch immer zu mir kam, ich hab ihn nicht gelesen und nicht irgendetwas von ihm angesehen. Und Deinem Knecht ist folgendes gesagt worden: Hinab zog der Befehlshaber des Heeres [Ji]chbarjahu, der Sohn Elna« tans, um zu gehen nach Ägypten und betr. Hodawjahu, den Sohn des Achijahu, und seine Leute schickte er, um sie von hier fortzu״ bringen. Und ein Brief, den Nedabjahu, der Enkel (Großneffe?) des Königs gebracht hat zu Schallum. den Sohn des Jaddua, vom Prophe״ ten des Inhalts ״Sei auf der Hut“ hat Dein Knecht9 meinem Herrn zugeschickt.“ Danach hat Ja'usch, wahrscheinlich der Kommandeur von Lachisch, dem Hoschajahu, der an einem Ort zwischen Lachisch und Jerusalem oder Aseka stationiert war — Torczyner vermutet in Kujat Jearim — Briefe übermittelt, die dieser dem ״Hellseher“10 weitergeben sollte. Hoschajahu ist der Vorwurf gemacht worden, daß er diese Briefe unrechtmäßigerweise ge״ lesen und verraten hat, und er verwahrt sich unter seinem Eid gegen diese Beschuldigung, die umso weniger zutreffen könnte, da er garnicht zu lesen verstehe und sich auch niemals von anderen einen Brief habe vorlesen 7 Infolge Raummangels kann der hebräische Text nicht gebracht werden. 8 Diese Wunschformel auch in Brief 2, 4, 8, 9. 9 Im Text עבך mit fehlendem ד. In Brief 6, Zeile 8, ist ein vergessener Buchstabe nachgetragen. Die Bedeutung von גכד kurz vorher ist unklar, weil wir die Persönlichkeit nicht kennen. 10 פקח im Singular und in dieser Bedeutung war bisher unbekannt.