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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 3 · p. Seite 197

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 3
Article
Quellenkritische Studien zum hebräischen Josippon
Date
1938-01-01
Page
Seite 197 (sequence 8)
Language
German
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Quellenkritische Studien zum hebräischen Josippon 197 entstanden. Vorerst wird die letzte Redaktion des Buches mit Zunz und Grätz bis Israel Levi (REJ 91, 1931, 132) und U. Cassuto (Enc. Jud. 9, 124 f.) immer noch ins 10. Jahrhundert verlegt werden müssen. 6. Die Josippon-Ausgabe Konstantinopel 1510 mit ihrer von der Ed. Mantua oftmals abweichenden Textüberlieferung enthält ebenfalls die Traditionen der Alexandervita* 11. Hingegen kennt die arabische Bearbeitung des Josippon12 weder die Alexandervita noch die Eusebiusexzerpte. Indessen kann letzteres keineswegs als weiterer Beweis für das Glossem verwertet werden, da die gegenseitige Abhängigkeit der verschiedenen JosipponüberSetzungen noch lange nicht zur Genüge geklärt ist. Erst nach der quellenscheidenden, kritischen Untersuchung und Bereinigung des hebräischen Josippon, nach der Aufzeigung seiner aus verschiedenen Zeiten und Bearbeitungen herrührenden Zusätze und Textschichten, wird es möglich sein, zu dem von Samuel Kr au ss (MGWJ 77, 1933, 58 ff.) angenommenen ״Ur-Josippon“ vorzudringen. Bis dahin muß die Frage nach der etwaigen Priorität des hebräischen Josippon gegenüber den anderssprachigen Bearbeitungen offen bleiben. Nach der Lösung dieser Aufgaben wird sich auch zur Frage des heiß umstrittenen ״Slavischen Josephus“ eine sicherere Stellungnahme aussprechen lassen. Daß auch Josippons eigene, hebräische Bearbeitung des Alexanderromans (= B) eine Interpolation darstellt, d. h. vom letzten Redaktor des Josippon herrührt, ist schon früher aus dem Grunde behauptet worden, weil man im Josippon die hebräische Bearbeitung der Schriften des Flavius Josephus krönung, Archiv für Urkundenforschung• 11 (1930), 285 ff., wo Josippon oft herang־ezog־en wird. 11 Die Ed. Konstantinopel 1510 war mir unzugänglich. Ich benutzte [Seb. Münster], Josephus hebraicus diu desideratus, et nune ex Constan״ tinopolitano exemplari juxta Hebraismum opera Seb. Münster! versus etc, Basiliae 1541 (Exemplar der Landesbibliothek Stuttgart), der den hebr. Text mit lateinischer Übersetzung gibt, jedoch unvollständig, was schon der Her״ ausgeber der in Anm. 13 angeführten Ausgabe erkannte, die einen Nach״ druck der auf die Ed. Konst. 1510 beruhenden Ausgabe Venedig 1544 bietet. 12 Rieger in Vogelstein-Rieger a. a. O. S. 485.

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