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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 3 · p. Seite 179

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 3
Article
Über Siedlungstypen in Palästina in talmudischer Zeit
Date
1938-01-01
Page
Seite 179 (sequence 7)
Language
German
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IRI
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Über Siedlungstypen in Palästina in talmudischer Zeit 179 auch, gesagt (s. Heatid 6), daß bei Sichern der fragliche Ausdruck einfach, heißt: die große F e stung Sichern. Mit der Entwicklung der Städte hat R. auch in dem Punkte nicht gerechnet, daß er es für unmöglich hält, daß Hafenstädte, die doch auch כרכים genannt werden, auf Bergen oder Felsen gebaut worden seien. An und für sich ist das gar nicht unmöglich; die Altstadt Jaffa liegt auf einem Hügel, der vorzügliche Hafen von Haifa wird überragt vom Karmel; vor der Bucht von Neapel liegen hohe Berge; Athen hat sich mit seinem Piräus beholfen. Diese Hafenstädte waren doch der Schauplatz der oft genannten Messen (15ירידים), und R. kann es sich schwer vor stellen, wie solche Messen auf Felsklippen abgehalten worden sein sollen. Gewiß nicht, aber die Stadt streckte und reckte sich weit über den ursprünglichen Raum, dehnte sich auch am Abhange und im Tale aus, und da war Platz auch für Handel und zahlreiches Yolk; die Quellen, die auch R. anführt, kommen uns da zu Hilfe. Es heißt in T. Az. I, 5—6, S. 460 (s. Heatid 9): ״Zur Messe in einer bestimmten Stadt darf man nicht gehen nicht in die Stadt selbst und nicht in die Vorstädte (עיירות), die nahe zu ihr liegen; liegt die Messe in der Stadt — mitten in der Stadt: verboten; außerhalb der Stadt: erlaubt; eine Messe aber, die da liegt außerhalb der Stadt — außerhalb der Stadt: verboten; mitten in der Stadt: erlaubt“. Da liegen doch zweierlei Erscheinungen zu Tage: es kann sich treffen, daß die Messe in den Vorstädten der betreffenden Stadt, bzw. außerhalb der eigentlichen Stadt abgehalten wird, ein Hinweis darauf, daß tatsächlich das Stadtinnere nicht immer geeignet war, die Messe aufzunehmen16. 15 Mit Recht sagt dazu R. ,,The ירידים were not regulär events, as were the public markets, but were important occasions marked by the attendance bf great multitudes of people". Mit dieser Definition bin ich einverstanden. 16 In Wirklichkeit ist es aber denkbar, daß man auch zu ,,hochsteigen״ den" Marktplätzen hinaufging. An das von uns bereits erwähnte palästi״ nische תמנה anknüpfend, wird gesagt (b. Sota 10a), daß es dem sei wie mit dem ״Markte" von Nares (in Babylonien); zu dem Orte, der am. Berghang liegt, steigen die, die am Bergspitz wohnen, herunter, und umgekehrt, die am Bergfuß! wohnen, hinauf. 12*

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