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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 3 · p. Seite 175

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 3
Article
Über Siedlungstypen in Palästina in talmudischer Zeit
Date
1938-01-01
Page
Seite 175 (sequence 3)
Language
German
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Über Siedlungstypen in Palästina in talmudischer Zeit 175 ein Yiehstand an beiden Seiten des Jordans, wie z. B. השולמי וכמידי [einerseits] und שתי אבטיניות [anderseits], wobei letzteres offenbar ein anderes Territorium darstellt. Bei der Anlage der Städte der alten Welt war das Moment der Sicherheit gewiß von ausschlaggebender Bedeutung. In Palästina, wenigstens in seinen gebirgigen Teilen, waren die Höhen wie von Natur dazu beschaffen. Eine Reihe von biblischen Städtenamen kann schlechterdings nicht anders gedeutet werden* * * 6. בתר* Jos 1559 LXX %0LX0)|xa Felskluft7, ,גבעון גבעה, גבע Hügel, גבתון (von גבב wölben), חלמיש (als Ortsname Thr. R. 117 s. Heatid 24) Kieselstein, יגבהה Anhöhe, מצפה Warte, מראשה (v. ראש, vgl. arab הסלע, סלע ,(ראם (einerlei ob Petra oder nicht), צור ~ Tyros, רמה, דומה, ראמות Höhe. Ich rechne dazu auch בצרה בצר Veste (von der Unzugänglichkeit der Lage);בצקת (nicht von בצק Teig, obzwar auch da der Begriff anschwellen mitlaufen kann, sondern von בזק Stein, Steinchen8, mit interdialekt. Wechsel zw. cade und zain), 9רקם Stein etc. Ich möchte aber auch ein bis jetzt unerklärt gebliebenes Wort hier einbeziehen: יבום Jebus, den alten Namen Jerusalems. Alles, was Boree (S. 25, Nr. 92) dafür beibringen kann, besteht darin, (Bar. b. Bekhorot 55a) ist weniger gut. Es handelt darüber S. Klein (Jüd. Presse 1913, Jg. 44 vom 23. Mai, S. 210), doch halte ich das Verbmdungs- Vav in T für richtig. 6 Siehe meinen Aufsatz ״Städtenamen und Bauwesen'“ in ZATW 1908, Bd. 28, 241—270. Die Ergebnisse dieses Aufsatzes sind verwertet worden von W. Boree, Die alten Ortsnamen Palästinas* Lpz. 1930. Romanoff scheint weder von jenem Aufsatz noch von Borees Werk Kenntnis zu haben. 7 Boree S. 22, Nr. 40. Ich nehme an, daß er den Namen von appell. בחר ableitet; vgl. Ct. 217 u. Ges. s. v. In der Anm. bei Boree findet sich je« doch ein Zitat, wonach an בית־הר Berghaus zu denken ist. Das Bar Kochba’ sehe Bethar (jetzt Bittir) möchte ich davon überhaupt trennen; es ist eher בית־תר Haus des Spähers. 8 Daß בזק — Stein — dafür gibt es nur rabbinische Belegstellen; s. Aruch ed. Kohut II, 33 f., mein Tosafoth he-Arukh ha-Salem S. 81; auch Ben Jehuda, Thesaurus 500. ®Von mir begründet in ZATW 28, 245; gebilligt von R. Hart« mann ib. 30, 146; anders Dal man, Neue Petraforschungen S. 14. Auch nach Jes. Press in Tarbiz III, 328ff. besteht eine Verwandtschaft zw. יקם und חגר arab. חגר; vgl. Arabia Petraea.

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