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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 3 · p. Seite 174

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 3
Article
Über Siedlungstypen in Palästina in talmudischer Zeit
Date
1938-01-01
Page
Seite 174 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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174 Samuel Krauss lagen. Hauptsächlich legt R. Wert darauf, zu betonen, daß doch in den כרכים die großen Messen oder Märkte (4(ירידים abgebalten wurden, und es sei schwer zu begreifen, wie auf abschlissigen Kuppen und Bergspitzen Märkte abgehalten wurden, die doch notwendig die Anwesenheit zahlreichen Volkes vor aussetzen. R. hat es unterlassen, Ursprung von Entwicklung, jüdische von hellenistischen Städten zu trennen. Daß hernach aus den schmalen engen ״Festungen“ volksreiche, weite Städte geworden sind, wurde von mir keineswegs geleugnet oder außer Acht gelassen. R. selbst führt meine Äußerung an (aus Heatid 14), daß ersichtlich sei, daß die ב׳ Stätten großen Handels gewesen sind und daß in ihnen die Messen der damaligen Zeit stattgefunden haben. Er hätte aber auch andere Äußerungen von mir anführen können, die noch klarer und entschiedener lauten (ib. 9, 17, 40). Auch hat er damit nicht gerechnet, daß es notwendig von der typischen Anlage auch Ausnahmen gibt, wie ich es (ib. 10) ausdrücklich zugebe. Eine meiner obersten Behauptungen lautet (ib. 6 ff.), daß unter כרכי הים die am Meere gelegenen hellenistisehen Städte gemeint seien, und zu deren Wesen gehört es, daß sie große Handelsstädte waren. Die Mischna (Seqalim III, 4) macht ausdrücklich einen Unterschied zwischen dem eigentlichen Erez Israel und den dasselbe umgebenden Kerakirn (כרכים המוקפים לה), womit Bestimmt die sogenannte Dekapolis gemeint ist (Heatid 7); an anderer Stelle spiegelt חמשה כרכים den Begriff Pentapolis der Griechen und Römer wieder (ib. 9, Anm. 1). Gerade diese Städte werden auch in jüdischen Quellen als autonome Städte bezeichnet (ib. 9), entsprechend dem gr. Begriff Polis, was bekanntlich die jüdischen Städte, außer Jerusalem, nicht waren. Solche Unterscheidüngen wirken sich auch halakhisch aus, wie schon in der angeführten Mischna. So auch in bezug auf den Viehzehent (T. Bekhorot VI, 8, S. 541)5, wo als Beispiel angenommen wird 4 Jetzt s. meine Ausführungen in ידיעות (Bulletin of the J. Pal. Exploration Society) 5697r Bd. V, 14—26. 5 Diese Stelle wurde in Heatid noch nicht behandelt. Die Parallelstelle

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