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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 2 · p. Seite 140

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 2
Article
Einige Neuerscheinungen über französisch-jüdische Beziehungen in Sprache und Schrifttum [Rezension]
Date
1938-01-01
Page
Seite 140 (sequence 11)
Language
German
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140 Besprechungen Gerechten mit dem Lebenszeichen (Ez 94) vor dem Untergang schützen wollen, habe aber dann auch sie dem Untergang geweiht, weil sie dem Treiben der Bösen hätten wehren sollen. Nun meint Maimuni, dies sei der einzige ’Fall, in dem Gott einen günstigen Beschluß widerrufen habe. — S. 74, Anm. 180. Für die Wehklage Gottes: ״Wehe mir, daß ich mein Haus zerstört und mein Volk . . . zerstreut habe“ ist die Quelle Berachot 3a. — S. 75, Anm. 181.״ ׳Die Tränen Gottes über die Zerstörung des Tempels fallen ins Meer“ die Welt erbebt . . ., Quelle: Berachot 59b. — S. 79, Anm. 201. Wenn Diderot von geflügelter Rindsgestalt spricht, denkt er gewiß nicht an die Seirim (Lev 177), sondern doch an die Tiere am Gotteswagen in Ezechiels Weihegesicht. — Ebenda. Über weibliche Engel s. Ber. R. XXI, 9; Exod. R. XXV, 2, Ginzberg, Legends V, 22, 63. — S, 80, Anm. 204. ״Drei Dinge hört man von einem Ende der Welt bis zum andern ', Rom, Sonnensphäre, scheidende Seele. Quelle: Joma 21a. — S. 80, Anm. 206. Wenn Diderot einen Dämon namens Nahama erwähnt, meint er damit zweifellos נעמה Naäma, welche, gleich der Istahar, Bidocht, Anahita die Engel zu Fall bringt. S. Heller, La Chute des Anges REJ 1910 LX, 211. — S. 81, Anm. 210, S. 83, Anm. 218, S. 100, Anm. 40. Über die Vorstellungen vom* doppelgestaltigen, doppelgeschlechtigen Adam s. Ginzberg, Legends V, 88, 42, jetzt auch Krappe im Gaster Anniversary Volume 314. — S. 83, Anm. 221. Dafür daß Adam ״als vollendeter Mann erschaffen wird“, führt Sänger Num R XII an. Ältere Fundorte Gen R XIV, 7, Schir R III, 11 und allgemeiner gefaßt Rosch hasch. 11a, alle Wesen wurden in ihrer vollkommenen Gestalt und Schöne erschaffen. — S. 96 ״Jeder Jude war verpflichtet .... mit eigener Hand eine Abschrift des Gesetzes zu verfertigen.“ Ich glaube, den Ursprung dieses Irrtums nachweisen zu: können. In der Preface zur Athalie schreibt Racine: ״Chaque Juif etait oblige d’ecrire une fois en sa vie, de sa propre main, le volume de la loi tout entier“. Die Academie Fran$aise hat diese Behauptung beanstandet und als Quelle dieses Irrtums die Racine bekannte Synopsis criticorum erkannt. — S. 100, Anm. 39. Für ״das Bestehen einer Welt vor der;unseren“ nimmt Sänger als Quelle den Sohar an. Doch die Aggad'a, daß Gott Welt auf Welt vernichtet, ehe er bei der heutigen bleibt, ist viel älter Gen R III, 17, IX, 2, Qoh. R III, 11. — S. 102, Anm. 46. Daß die gefallenenEngel die Menschen zur Zauberei, zur Sterndeutung verleiten, er״ zählt bereits das Buch Henqch VIII, IX, X. — S. 108. Daß Abraham nach Arabien kommt, gehört zu den Grundanschauungen der islamischen Legende, welche das Heiligtum in Mekka von Abraham und Ismael erbaut werden läßt. Auch der spätere Midrasch, der schon islamische Einwirkung verrät, erzählt von Abrahams Besuch bei Ismael in Arabien. S. Heller, MGWJ 1925, 47. — S. 112, Anm. 90. Für Staborakel ist doch gewiß auf Hos 412 b עמי בעצו ישאל ומקלו יגיד hinzuweisen. ★ Anerkannt muß werden, wie viel Diderot aus Bibel, Talmud, Midrasch, Kabbala weiß. Anerkannt muß auch sein zutreffendes Urteil werden. Er tritt der Meinung entgegen, als ob Ezra den Kanon festgesetzt hätte, als ob er eine Schrift und die Vokalzeichen eingeführt hätte. Sänger rühmt mit

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