Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 513 (sequence 3)
- Language
- German
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Besprechun gen 513 Joseph Karo, אבקת רוכל» Nr. 3—9, ferner M. Lonzano in seinem Moral werke דרך חיים» Ven. 1618, S. 128, wo auch ältere Literatur angeführt ist, ed. Lemberg, 1931, S. 131; Juda Bergmann, Das Judentum, Berlin 1933, S. 36. Zu S. 101 möchte ich mit Bezug auf dlas מי שברך für die Synagogen« Besucher, welche sich durch Schweigen und gehöriges Benehmen aus« zeichnen, auf I. Dävidsohn, אוצר השירה והפיוט» III. S. 127, Nr. 1287 hin« weisen. Davidson zitiert als Quelle Frumkins Seder R. Amram Gaon II 77 aus dem Gemeindebuch der Wormser Gemeinde. Der obengenannte Ver« fasser des אמונת ישראל, der wohl aus der Wormser Gegend stammte, kennt ebenfalls dieses Gebet. S. 27a. Beide, Horovitz und Teiks, sind bei David« son nachzutragen. Zu den Gemeinden (S. 487 ff.), die den Wiener Exulanten eine neue Heimat gaben, wäre noch Hotzenplotz zu nennen (vgl. darüber: Wiener Exulanten in Hotzenplotz, Mitteilungen zur jüd. Volkskunde, 1907, vol. XXI, S. 18, vgl. ferner D. Kaufmann, Die letzte Vertreibung, S. 173). Ein Nachkomme des S. 82—84 erwähnten Feitel Munk bekleidete das Rab« binat in Hotzenplotz, wo er am 9. El ul 1724 gestorben ist. Munk hat die Literaturhistoriker öfters beschäftigt und ist die Ursache einer heillosen Ver~ wirrimg ■unter ihnen. Die Schuld daran trägt kein anderer als der Verfasser des בנין יהושע, Commentar zum אבות דר׳ נתן, der in der Vorrede zu seinem Werke behauptet: מורי וקני הרב הגאון החריף ובקי כש״ת מו׳-ד. נתן פייטל זצל.שהיה אב״ד ור׳-מ בקק הוצופלק י״א שנים ובק״ק אוסטיליק כ׳ו שנים חבר שלשה דרוש מפרים וקראם חק נתן (vgl. אוצר הספרות IV, 460—462). Carmoly läßt ihn in Worms als Rabbiner fungieren, und zwar zwischen 1707—1714. Wolf (Der jüdische Friedhof in Wien, S. 13) will sein Grab in Wien gesehen haben. N. Brüll hat den Irrtum beider erkannt und berichtigt. Tatsächlich wirkte Munk in Hotzenplotz 11 Jahre, von 1713—1724. Nach den Angaben bei L. Lewin (Ge« schichte der Juden in Lissa S. 271) erschienen die Predigten des R. Nathan Feitel unter dem Titel חק נתן in Krakau 1609, also mehr als 100 Jahre vor dem Tode des Hötzenplotzer Rabbiners Nathan Munk. So kann Munk nicht der Urgroßvater des am Ende des XVIII. Jahrhunderts lebenden R. Josua Falk b. R. Isaak Eisik aus Lissa gewesen sein. Ein Rabbiner R. Nathan Feitel, der gegen Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts in H. wirkte, ist mir nicht bekannt. Es erscheint möglich, daß der Verfasser des בנין יהושע den R. Nathan Feitel Munk mit einem früheren Rabbiner dieses Namens (in Worms, Wien und Austerlitz) verwechselte. Der S. 486 genannte R. Löb Zinsheim scheint einen eigenen Haus«Rabbiner gehabt zu haben, dessen Name in einem Resporisum des R. Meir Eisenstadt פנים מאירות erwähnt wird. Über Wiener Gelehrte in dieser Zeit s. M. Pollak in der Festschrift für Moses Bloch, Budapest 1905, Hebr. Abteilung, S. 47 ff. Das Werk ist eine Übersetzung aus dem Deutschen. Die Übersetzung ist im allgem. gelungen. S. 489 heißt es Brod (Hungary) statt Ungarisch«Brod (Moravia). S. 788: and Veitei Heine Ephraim, who sponsored important academic. contributions, like those of Steinschneider. Gemeint ist die Veitei Heine«Anstalt, welche Wiener Juden ihre Entstehung und Erhaltung ver« dankt, an der M. Steinschneider eine segensreiche Tätigkeit entfalten konnte.