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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 4 · p. Seite 362

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 4
Article
Um Philons geschichtliche Stellung
Date
1937-01-01
Page
Seite 362 (sequence 8)
Language
German
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362 I. Heinemann solche Lehre von mittelbarer oder unmittelbarer Vereinigung mit Gott als dem Absoluten widerspricht in der Tat der jüdisehen Lehre vom Vatergott, von Welt und Gesetz (G. 254) und nähert sich der gemeinhellenistisehen Mystik; wenn Philon also sich mit Isismysterien berührt, so werden wir das mit G. 119; 165 weniger als Entlehnung von diesen ihm gewiß unsympathischen Einrichtungen zu erklären haben als aus dem beide ergreifenden Zuge der Zeit — wenn auch über die Frage* wieweit Philon methodisch an Umdeutungen heidnischer Vor- Stellungen anknüpft, das letzte Wort noch zu sprechen ist9. Audi die Frage, ob sich. eine der phiionischen verwandte ״Mystik64 außerhalb Alexandreias fand, wird man in dieser allgemeinen Fassung bejahen müssen. Auf rabbinische Parallelen mit den von G. herausgearbeiteten Gedanken ist oft hingewiesen worden, insbesondere auf die Lehre von Hypostasen, zumal göttlichen Kräften (nur daß hier der Gedanke, daß die Erkenntnis der Kräfte den niederen Menschen vorbehalten ist, fehlt); weniger bekannt ist, daß Deut. R. 11, 4 zu den Wortenאיש האלהים bemerkt wird: (Moses war) Mensch, da er in den Nil geworfen wurde, Gott, da er das Nilwasser in Blut wandelte — gewiß in Erinnerung an die von Philon gern angeführte Stelle Ex 7!, aber doch wohl in Anlehnung an den Begriff des #£loc äv&p(07ro<;10 (der inzwischen die von G. vermißte Behandlung11 gefunden hat). Weit stärker durch die mystische Bewegung mögen diejenigen Kreise beeinflußt sein, aus denen die Henochschriften (einschl. der mystischen Mi- 9 Nach G. 212, 86a soll die Gleichsetzung Jitros mit Proteus die einzige Anleihe Phiions bei der griechischen Mythologie sein. Aber vgl. B r e h i e r, Les idees de Philon 107 (Logos —Hermes); Heinemann, Phiions Bildung 111 (7 — Athene); überdies entspricht die 6 der Aphrodite; vgl. Op. m. 13 über die 6 als männlich und weiblich mit der (bei Staehle, Die Zahlenmystik bei Ph. 1931, 33 angeführten) Parallele aus Joh. Lyd. II S. 32 wc xct! ’Acppo&hv] ~Yp TOU dppsvog T7jv TS T0Ü 9t)Xs0<; b/OOGU. (PüCJlV XC1׳ Bl׳Z 101)10 TZV.pd TOI(; 001ץ0\£0־<; dppsvöBvjLü^ xaLoujisvy]. Solche Anlehnung an Vorstellungen, die Ph. wahrlich stark bekämpft, ist für sein methodisches Verständnis höchst wichtig. 10 Vgl. auch über Aron: Heinemann a. O. 575; Stein, פילון האלכסגדרוני 222. 11 Ludwig B i e 1 e r, ccv7Jp 1935: ein für das Verständnis des Midrasch lehrreiches Buch.

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