Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Aussprache der Begad-kefat in der Geschichte der hebräischen Sprache
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 348 (sequence 9)
- Language
- German
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848 H. Torczyner wichtiger ist das dem hebr. Dagesdi lene und Rafe entsprechende Zeichen für härtere und weichere Aussprache der 6 בגד כפת, Qussäj(ä) קושיא Verhärtung und Rukkakh(ä) רויככא Erweichung, ein kleiner, bei den Nestorianern meist roter Punkt über (Q.) oder unter (R.) diesen Konsonanten.“ ״Jakob von Edessa (c. 640—708 n. Chr. — T.) scheint die Unterscheidung der härteren Aussprache (durch einen Punkt) erstmals eingeführt zu haben.“ ״Die Regeln der Aspiration sind nicht so konstant wie die hebr.8, doch gilt im allgemeinen: Q steht a) im Wortanfang nach einem yokallosen Konsonanten מלכא ... T ־ b) ebenso innerhalb des Wortes .... c) bei Verdoppelung סבר sabbar. אפק appeq, nur nicht am Ende des Wortes 9 אדובaheb (b).cs Erklärt das nicht vollauf die Regeln des hebräischen Dagesell lene und beantwortet das nicht, nachdem die so ganz andersartige frühere Bezeugung hebräischer Aussprache als nicht hierher gehörig erwiesen ist, alle oben berührten Schwierigkeiten? Aus dem Aramäischen9 lernten die Juden in nachmischnisclier, vielleicht spät-talmudischer Zeit den Wechsel der xAussprache bei den Lauten Begad-kefat. Und zur Bezeiclinung dieses Ausspracheunterschieds verwendeten sie — nach einer Zeit schwankender Entwicklung — das Zeichen des Dagesell (lene) für die härtere, unaspirierte, und des Rafe für die weichere, aspirierte Aussprache. Aber das Neue dieser Aussprache, das wir (weil in unseren Bibeln das Rafe so gut wie verschwunden ist) wesentlieh in der Hinzufügung des Dagesch lene sehen, das z. B. die Aussprache des bh (w) für ב in b (״ (בverändert“, liegt in Wirklichkeit gerade in der Aspirierung, Erweichung des Lautes, nicht in seiner Verhärtung. Denn in der altsemitischen 8 Die ״Konstanz“ der hebräischen Regeln ist nur das Endergebnis der Arbeit der Massoretenschulen. T. ö Sicherlich aus einem bestimmten, hierin dem Syrischen entsprechenden Dialekt des Aramäischen, zu dessen Feststellung weitere Untersuchungen notig sind.