Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Aussprache der Begad-kefat in der Geschichte der hebräischen Sprache
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 347 (sequence 8)
- Language
- German
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Die Aussprache der Begad-kefat i. d. Geschichte d. hebr. Sprache347 widerspiegeln, die verschiedene Völker und deren Sprachen auf die Aussprache der Juden in allen Ländern ausgeüht haben. Die Aussprache der Begad-kefat nach dem Exil unterscheidet sich von ihrer Artikulation in vorexiliseher Zeit. In beiden Perioden gibt es nur eine einzige Aussprachsweise jedes einzelnen Buchstaben. In der ersten Zeit sind alle unaspiriert, in der zweiten ist begad stets unaspiriert, chephath stets aspiriert. In beiden Perioden zusammengenommen gibt es nichts, was irgendwie dem Dagesch qal in unserer Vokalisation und unserer Aussprache entspräche, ebenso wie es in der neiibabylonischen oder arabischen Aussprache nichts gibt* was dem durch dieses Dagesch bezeiehneten Wechsel entspricht. Und aus diesem Grund darf der Gebrauch des hebräischen Dagesch und seines Gegenstücks, des Rafe, weder aus der ersten, noch aus der späteren Periode, der Zeit der griechischen und lateinischen Umschriften, noch aus dem Arabischen beurteilt werden. Dagegen gibt es eine semitische Sprache, die in einer gewissen Periode gleichfalls von den Juden gesprochen wurde, in der sich wirklich genau derselbe Lautwechsel erhalten hat, der bei uns durch Dagesch und Rafe bezeichnet wird: Das Aramäisch e. In jener späteren Zeit, in der die hebräische Punktation in allen ihren Formen entstand, sprachen die Juden aramäisch und schrieben aramäisch. Die gesamte Terminologie der Vokalisation ist in aramäischer Sprache entstanden, und in wesentlichen Einzelheiten entspricht die Terminologie und entsprechen die Zeichen der Vokalisation jenen Zeichen und jener Terminologie, die auch im Aramäisch der Niditjuclen galten. Und nun finden wir in dem von Nichtjuden gesprochenen Aramäisch den gleichen Wechsel aspirierter und unaspirierter Artikulation der Buchstaben Begadkefat zu einer Zeit, in der wir die ersten Anfänge einer Yokalisation bei den Juden anzusetzen haben. Aus E. Nestles Syrischer Grammatik S. 13 führe ich z. B. folgende hierher gehörigen, bekannten Tatsachen an7: ״Viel 7 Um der syrischen Schrift unkundigen Lesern verständlich zu sein, schreibe ich das Syrische mit hebräischen Buchstaben.