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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 4 · p. Seite 345

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 4
Article
Die Aussprache der Begad-kefat in der Geschichte der hebräischen Sprache
Date
1937-01-01
Page
Seite 345 (sequence 6)
Language
German
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Die Aussprache der Begad-kefat i. d. Geschichte d. hebr. Sprache 345 Entlehnungen, wurden in der ältesten Periode die durch die Buchstaben Begad-kefat bezeichneten Laute sämtlich u n a - spiriert gesprochen. In dieser ältesten Periode übernahmen die Griechen (und Römer) die kanaanäischen Buchstaben כפת als Zeichen für die Konsonanten %, tz, t, d. i. k, p, t, ganz ebenso wie sie die Buchstaben ד ,ב ,ג für die unaspiriert ausgesprochenen Laute 0, g> b, d, übernahmen4 5. Diese Ausspräche, wie sie sich in dem griechischen Alphabet spiegelt, steht insofern auch der klassischen Aussprache des Arabischen zunächst, als dort nur das allein spirantisch erscheint, wällrend alle anderen Laute ihre härtere Aussprache erhalten haben. Die hebräische Aussprache der Begad-kefat hat sich zwischen der Zeit des ersten und des zweiten Tempels entscheidend verändert. Und wir vermögen auch den Ursprung dieser Yeränderung festzustellen. Zweifellos ist die Ausspräche des Hebräischen, wie sie für diese Laute in der Zeit des zweiten Tempels bis über die Mischnaperiode herrschend geworden ist, die Aussprache dieser Laute im Neubabylonischen, die die Exulanten in Babylonien sich angeeignet hatten und die sie von dort nach Palästina einführten. In der Festschrift für B. Meissner (— Mitteilungen der altorientalischen Gesellschaft Band IV) S. 220—225 hat A. Ungnad einen wichtigen Aufsatz Liber griechische Umschriften babylonischer Wörter aus der neubabyIonischen Periode veröffentlichi*. Aus diesen Transkriptionen ergeben sich folgende Beispiele für die Aussprache der Begad-kefat: babylonisch bab-ili ist umschrieben: ß&ßiX J ב ״ bei ״ ״ \ stets un~ subat ״ ״ aoßalt [ asPiriert 4 Lokale dialektische Unterschiede hat es natürlich schon in dieser für unsere Kenntnisse ältesten Periode gegeben. So mag das Wort 7;-xü)v, xühuv, d. i. ursprüngliches chithon, mit der Ware selbst aus einer Gegend gekommen sein, in dei כפת aspiriert gesprochen wurden. 5 Die genaue Datierung dieser Umschriften ist nicht bekannt.

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