Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 4 · p. Seite 344

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 4
Article
Die Aussprache der Begad-kefat in der Geschichte der hebräischen Sprache
Date
1937-01-01
Page
Seite 344 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2830023-2830028-2840809--54862-2840846
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

344 H. Torczyrver Römer spiegelt, ist jedes פ undageschiertes ph, ganz analog dem Zustand im Arabischen. Wie im Arabischen so gab es auch im Hebräischen des zweiten Tempels und der Mischna nur eine einzige Aussprache der Buchstaben בנד כפ ת. Nur daß diese Aussprache in ihren Einzelheiten nicht etwa genau jener des Arabischen entsprach. Folgendes ist die Aussprache der Begad-kefat, wie sie sich in den Transkriptionen der Griechen und Römer spiegelt. (Für Belege s. die angeführte Literatur3.) Jedes ב (heute clageschiert oder nicht) entspricht ß, bl ± h. 77 יץ יי יי יי יי יי ג g> stets un״ 0 " " " " ,, ד ", d] aspiriert Jedoch: Jedes ה (heute dageschiert oder nicht) entspricht x> chl d. h. ״ ,, ״ ,, פ יי fr cp, ph i stets ״ ,, " " ת יי " h, thj aspiriert Und schon daraus allein versteht es sich, daß ב in Verclopplung niemals bhbh gesprochen werden konnte. Denn auch als einfacher Laut wurde in dieser Periode das ב stets ,unaspiriert, das פ dagegen stets aspiriert gesprochen. Und den gleichen Zustand unveränderlicher Aussprache von ב und פ spiegelt ja auch die bekannte Baraita in Bab. Berachot 15b, die verlangt, in der Rezitation des (erweiterten) Schema4-Gebetes zwischen den anschließenden Lauten zu pausieren (שיתן ריוח בין הדבקים ), und unter den Beispielen dafür die Wortpaare עשב בשדך und כנף פתיל anführt. Diese Aussprache des Hebräischen in der Zeit des zweiten Tempels und der Mischna stellt jedoch auch ihrerseits nicht die erste Aussprache des Hebräischen dar. Nach dem Zeugnis des griechischen Alphabets selbst, das ja mit den Namen und der Reihenfolge der Buchstaben aus dem Kanaanäisch-Hebräischen entlehnt ist, und nach dem Zeugnis anderer alter 3 Besonders bei Dalman a. O. sind die Einzelheiten selbst klar und korrekt angeführt. Nur die zusammenfassend'e Schlußfolgerung, daß es einen Wechsel der Aussprache dieser Konsonanten überhaupt nicht gab, hat auch Dalman nicht gezogen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.