Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Aussprache der Begad-kefat in der Geschichte der hebräischen Sprache
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 342 (sequence 3)
- Language
- German
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342 H. Torczyner gesch auch als Verdopplungszeichen in diesen, ebenso gut wie in anderen Buchstaben. Wie man z. B. im Pi’el der Verba שלח ,זפר ,אשר etc. ein Dagesch forte setzt, so steht ein solches Zeichen als Dagesch forte auch in den Buchstaben der Verba im Pi’el שחק ,ספר ,נכה ,סדר ,נגן,?בר. In diesen Buchstaben scheint der Dageschpunkt eine doppelte Funktion zu haben: sowohl die des Dagesch forte, das die Verdopplung anzeigt, als die des Dagesch lene, da wir in allen diesen wie in anderen Fällen der Verdopplung die unaspirierte Aussprache der Begad-kefat ansetzen: bb, gg, dd, kk, pp, tt, nicht bhbh, dich, phph etc. Diese dojipelte Funktion des Dageschzeichens hat z. B. selbst zu dem sonderbaren Gedanken geführt1, daß diese unsere Ausspradie falsch sei und daß wir in diesen Fällen, wo das Dagesch zur Verdopplung steht, garnicht bb, kk, pp etc. zu sprechen hätten, sondern bhbh, dich, phph (bzw. ww, dich, ff) etc. Und seltsamerweise war es möglich, sich für diese Ansicht auf das Zeugnis der griechischen und lateinisehen Umschriften des Hebräischen zu berufen, die wirklich selbst in Fällen der Verdopplung des Konsonanten z. B. כ ,פ durch rccp, transkribieren. Denn in der Tat stehen diese Umsdiriften nach griechischer Orthographie für den verdoppelten aspirierten Konsonanten, also statt cpcp, yy^ das gelegentlieh auch tatsächlich in den Umschriften vorkommt. Ebenso zeigt z. B. die arabische Konsonanten Verdopplung nie eine lautliche Veränderung des aspirierten Konsonanten. Weder arabisches f (heute so, nicht ph gesprochen) nodi andere aspirierte oder spirantische Laute zeigen irgendwelche Veränderung, wenn sie verdoppelt ausgesprochen werden. In Wirklichkeit liegen die Dinge jedoch ganz anders. Was zunächst die Lautverdopplung im Arabischen betrifft, so ist es richtig, daß diese aspirierte oder spirantische Laute nicht in tenues verwandelt: f bleibt f auch in verdoppelter Ausspräche: ff. Aber nicht in diesem Fall allein. Es gibt eben im Arabischen auch sonst nirgends etwas, was dem hebräischen Wechsel von פ und כ etc. entspricht. Das Arabische cJ ist immer 1 Z. Har-Sahav in Leschonenu V, 49—56. Siehe dort auch die Entgegnung von A. Zifroni s. 57—58 und Har-Sahavs Replik s. 139—141.