Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Aussprache der Begad-kefat in der Geschichte der hebräischen Sprache
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 341 (sequence 2)
- Language
- German
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Die Aussprache der Begad״kefat i. d. Geschichte d. hebr. Sprache 341 prüfung der dieser Frage gewidmeten Literatur hat sich mir jedoch, wie ich glaube, die einfache Lösung dieses Problems ergeben und damit wohl auch einige wichtige Grundlinien für die Geschichte der hebräischen Aussprache überhaupt. Für die folgende Darlegung dieser Grundtatsachen habe ich es bewußt vermieden, auf Einzelheiten einzugehen, die der Leser als solche in jeder wissenschaftlichen Grammatik einsehen kann (vgl. z. B. die Darstellung von Kahle in Bauer und Leanders Historischer Grammatik, von Bergsträsser in seiner Bearbeitung der Gesenius’sehen Grammatik, Dalnian, Grammatik des palästinensischen Aramäisch, 2. AufL, Segal, Yessode ha-phonetika ha-civrit etc.). Die Anführung dieser Einzelheiten würde hier die Hauptlinie verwischen und dem Leser das Verständnis der Grundgedanken erschweren, auf die es hier zunächst ankommt. Das Zeichen des Dagesch hat in unserer Vokalisation zwei Funktionen. Als Dagesch lene bezeichnet es die unaspirierte Aussprache bestimmter Konsonanten, im Gegensatz zu deren Aspiration, die unter bestimmten Bedingungen bei diesen Konsonanten auftritt. In der Llauptsache steht dieses Zeichen in dieser Funktion in den Buchstaben בגדכפת. Ein Teil dieser Konsonanten wird auch in der heute in Palästina üblichen Abart der sephardischen Aussprache verschieden gesprochen, je nachdem der Buchstabe mit dem Dagesch- Zeichen versehen ist oder nicht. Aber auch die übrigen wurden analog in verschiedener Weise artikuliert und werden es bekanntlich noch in verschiedenen anderen Aussprachen, die bei Teilen der Judenheit sich erhalten haben. Dasselbe Dagesch jedoch erscheint daneben in anderer Funktion als Dagesch forte. Als solches bezeichnet es die Verdopplung des Konsonanten, mag man diese Verdopplung als bloße Schärfung oder Dehnung des Konsonanten, oder als wirkliche, volle oder teilweise Verdopplung desselben ansehen: שאורים ״אלד» ־״חדק etc. In dieser Funktion steht es in allen Konsonanten, die sich phonetisch ״doppelt46 aussprechen lassen. Und weil auch die Konsonanten Begad-kefat sich phonetisch mit solcher Verdopplung aussprechen lassen, steht das Da-