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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 3 · p. Seite 295

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 3
Article
Secharja 12,10
Date
1937-01-01
Page
Seite 295 (sequence 3)
Language
German
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Secharja 12!0 295 beim Hause Davids und den Bewohnern Jerusalems platzgreifen. ״Ich werde ausgießen über das Haus Davids und die Bewohner Jerusalems einen Geist des Geneigtseins und des Flehens, und sie werden hinblicken auf mich im Zusammenhang mit dem, den sie durchbohrten1, und um ihn klagen, wie man um einen einzigen Sohn klagt, und sich abhärmen wie um einen Erstgeborenen, ff.06 Der Verfasser dieser Worte durfte nur vorsichtig und andeutend von dem Ermordeten sprechen, der ja noch als Staatsverbrecher galt, aber jeder Zeitgenösse verstand ihn. Der geweissagte Sinneswandel bringt dem ermordeten Sediarja die posthume nationale Ehrung und Sühne, an welcher Schuldige und Unschuldige sich beteiligen. Und nun glaube ich noch auf ein interessantes Detail hinweisen zu dürfen, welches meine Vermutung, daß wir es mit den Ereignissen aus der Zeit Joas von Juda zu tun haben, bestärkt. In Sech 125 heißt es, nach der glücklichen Abwehr des feindlichen Überfalls würden die Fürsten Judas in ihrem Herzen sprechen: אמצה לי ישבי ירושלם בד,, צבאות אלהיהם Ich sehe in diesem Ausdruck 'אמצה בה eine beabsichtigte Anspielung des Verfassers auf den Thronfolger A m a z j a. Joas' Beliebtheit war nach dem Syrereinfall geschwunden. Aber vertrauensvoll blickten die Frommen im Lande auf seinen Sohn, der das ״Hechte in den Augen des Ewigen tat, wenn auch nicht wie sein Vater David.“ Das letzte, 14. Kapitel des Sediar jabuehes nimmt in seiner Eschatologie deutlich auf Kap. 12 Bezug. Die hier verwandten Motive werden auf genommen und z. T. weiter ausgeführt, wie der Kampf Judas gegen Jerusalem (1414), die Tempelquelle (V. 8), die Verachtung der Völker, die gegen Jerusalem streiten. Von Götzen und ״unreiner“ Prophetie ist im 14. Kapitel nicht mehr die Rede. Somit ergibt sich auch indirekt, daß die Partien 12 und 13!_6 einer früheren vorexilischen Periode angehören müssen. Nach meinen Ausführungen gehören somit diese Fragmente nicht zu den jüngsten, sondern zu den ältesten Bestand- * דקר wörtlich ״durchbohren“, scheint auch, Thr 49 in allgemeinerem Sinn gebraucht zu sein״ es ist aber natürlich auch möglich, daß die Leiche von den wütenden Verschworenen nachträglich durchbohrt wurde. :

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