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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 3 · p. Seite 290

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 3
Article
Neueres Schrifttum zur jüdischen Sagen- und Stoffgeschichte
Date
1937-01-01
Page
Seite 290 (sequence 5)
Language
German
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290 Bernhard Heller nur als ein sinnloser Kinderreim oder als eine mehr oder weniger symbolische Darstellung zu bewerten wäre“ (S.62)2. Ergänzungen. Olsvangers Rosinkess mit Mandlen geben in der ersten Auflage S. 238 Nr. 329 ein jiddisches Volkslied der litauischen Juden: ״Barelach“, — das vollkommen dem deutschen Volkslied ״Birnli will nit fallen“ entspricht. S. 266 Nr. 369 verzeichnet er ein jiddisches Hochzeitslied: Echod mi jejdea: Eins ist Gott5 der Paare paart; zwei ist Braut mit Bräutigam; drei sind die Hochzeitsmusikanten; vier die Eltern des Brautpaares (mechuttonim). Also ein Scherzgedicht wie bereits ein ähnliches Wagenseil anführt: O Lector Lectorum die mihi quod est unum. Unus est Oeconomus qui regnat in culina. Eins ist also der Küchenmeister. In den Bereich der Kettendichtung kann auch die Auf- Stellung der stärksten Dinge gezogen werden, ein Stoff, dem Reinhold Köhler eine besondere Untersuchung widmet. (Kleinere Schriften II 47—56.) Baba Bathra 10a steigt die Reihe folgendermaßen: Berg — Eisen — Feuer — Wasser — Wolken -—Wind — Körper — Schrecken — Wein — Schlaf — Tod —Wohltat. Koheleth Rabba VII, 26 stellt ebenfalls R. Jehuda folgende Stufenfolge auf: Erde — Berge — Eisen — Feuer — Wasser — Wolken — Wind — Mauer — Mensch — Leid — Wein —: Schlaf — Krankheit — Todesengel — ein böses Weib härter als all diese. Dieser misogyne Abschluß auch in Koheleth Zutta zu VII, 26 ed. Buber 116. Von jüdischen Forschern wird für Chad Gadja bloß Zunz angeführt, doch vgl. auch G. A. Kohut in RE J 1895 XXXI, 240—246, Jewish Encyclopedia VI, 127, 128, s. ferner Nr. 201 und 246 in der Bibliographie, Jewish Studies in memory of G. A. Kohut, New York 1936. Ergebnisse. Das Ergebnis der Chad Gadja-Forschung faßt Davidson trefflich zusammen: ein aramäisches Lied, das im XVI. Jhdt. 2 S. 10: der Hohepriester zur Zeit Alexanders des Großen war Jaddua. S. 13 sollte es heißen Saadja Gaon. S. 24: Chad Gadja ist nicht ״relativ später Zusatz zum Talmud“, sondern zur Seder^Liturgie.

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