Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Staatsauffassung des Don Isaak Abrabanel
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 11)
- Language
- German
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Die Staatsauffassung des Don Isaak Abrabanel 267 Wenn in späterer Zeit die ans dem Stamme Juda hervorgegangene davidische Dynastie eine lange Zeit die Herrschaft behauptet hat, hat dies weniger mit einem Vorrange des Stammes Juda zu tun, sondern ist der Lohn für die Verdienste Davids29. Das Königtum stellt nach Abr. eine Kon- Zession an das Volk, das sich für die bessere Staatsordnung nicht reif erwies, dar30. Nur zwei Bedingungen werden bei der Königswahl gestellt. Sie werden von der Israel ursprünglieh zugedachten Staatsform übernommen. Der israelitische König muß von Gott durch einen Propheten gewählt werden31 — als Symbol dieser Wahl gilt die Salbung — das Volk muß dann die Wahl bestätigen und annehmen32. In diesem Kom- Stolzes ein Abkömmling dieses Hauses zu sein und trotz aller Verehrung, die er David und Salomo (12 Folioseiten widmet er dem Nachweis, daß Salomo die Stufe eines Propheten erreicht hat gegen Maim. More II 45) und anderen Königen zollt, versucht er doch nicht die Taten dieser Männer, wo sie es nicht verdienen, zu beschönigen. So geht er rücksichtslos bei der Aufdeckung der Sünde des David mit der Bat Scheba vor und weist ein fünffaches Verbrechen nach, das die Existenz des Staates bedrohen konnte. Für das letzte bringt er ein Beispiel aus der span. Geschichte: הלא ראית מה שנמשך בספרד בימי המלך דון רווריגו אשר שכב את בת האלוף גוליאבו אשר היה יושב בסיבטו הביא את כל הישמעאלים אשר מעבר לים ויקחו וילכדו את כל ספרד לנקום את נקמתו מהמלך ההוא אשר שכב את בתו " " Es handelt sich um die Sage über den westgotischen König Roderich, der sich an der Tochter des Grafen Juliano von Ceuta vergriff, was zur Anrufung der Araber und zum Untergange des westgotischen Reiches geführt haben soll. Vgl.Weber״•Riess, Weltgeschichte Bd. IV 1922 S. 364. Den Rechtfertigungsversuch Davids im Talmud (Sabbat 56a) weist er scharf zurück: י . והדברים האלה לחכמינו דל הם דרכי הדרש ואין לי להשיב עליהם ודי במה שאמרו ר׳ דאתי מדוד מהפך ודריש מכותיה י ״ * כי היה אצלם זה דרך דרש ולא כפי האמת ״. * ולכן לא יסבול דעתי להקל בחטאת דוד ולא אחכיש האמת הפשוט ״ ״ ״ סוף דבר אם הכתוב קראו חוטא והוא הודה חטאו...• טוב ל\ שאומר שחטא מאד והודה מאד ושב בתשובה גמורה «. ובזה נתכפרו עוונותיו. 30 Vgl. Saimkmt. zu 12. 31 Die Wahl des Volkes allein genügt nicht, weil sie leicht zu Tumulten führen kann: ...הסבה הראשונה שלא יפול בין שבטי ישראל קטטה ומריבה באמור כל אחד אני אמלוך ואין ספק שזה הוא המסבב פעמים רבות באומות אדום וישראל-מכת חרב והרג ואבדן• 82 בהמלכת המלך יצטרכו שני דברים בהכרח האחד שיבחרהו הש׳י ויבדילוהו מתוך אחיו למלך עליהם וזה ע׳י נביא בהמשחו אותו כי אין ההמשחה זולתי אות הבחירה חאלוקית, והשני שבני ישראל ישימוהו למלך ויקבלוהו עליהם כי שני העניינים נכללים במאמר שום תשים עליך מלך אשר יבחר ה׳ אלוקיך בו .• . הנה הבחירה האלוקית היא ע׳י נביא והשימה ע,י ישראל . In diesem Punkte befindet sich Abr. im Einklang mit den Rabbinen. Philos Anschauung, daß die Wahl nur durch das Volk erfolgen kann, hält daher I. Heinemann (S. 188) für ״echt hellenisch“. H.s Erklärung des Sifre Zutta S. 321 (daselbst Anm. 3) kommt