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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 3 · p. Seite 266

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 3
Article
Die Staatsauffassung des Don Isaak Abrabanel
Date
1937-01-01
Page
Seite 266 (sequence 10)
Language
German
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266 Ephraim E. Urbach rigkeiten, mit denen allerdings auch die moderne Kritik trotz aller Quellenscheidung nicht fertig wurde27. Abr. greift dabei zu ähnlichen Mitteln, wie er sie bei seinen Gegnern beanstandet hatte. Ihn scheint aber seine Erklärung des Yerhaltens Samuels befriedigt zu haben, denn er pflegt sich über Schwierigkeiten, die seiner Ansicht entgegenstehen, nicht zu täuschen. So unterzieht er den Yers Gen 49! 0 einer genaueren Untersuchung. Die Erklärung, welche er gibt, ist von seiner antimonardiistischen Anschauung aufs deutlichste bestimmt. Wenn Jakob sagte: ״das Zepter wird nicht von Juda weichen und der Gesetzesstab von seinen Füßen4, scheint er doch zweifellos einen König als Herrscher Israels vorausgesagt zu haben. Abr. geht dabei geschickt vor, er behandelt diesen V. nicht im Kommentar zu Kap. 8, wo er seine Theorie aufstellt, sondern zu Kap. 9, wo die Rede von der Wahl Sauls durch Samuel ist. Spricht der genannte Vers in der Tat von einem König, wie konnte dann Samuel den ersten König nicht aus dem Stamme Juda wählen? Er gewinnt so den Anhaltspunkt für seine Erklärung, die im Gegensatz zu den sonst gegebenen den Ausspruch Jakobs nicht vom Königtum versteht, sondern von einer allgemeinen Vorherrschaft und Führung, die Juda unter seinen Brüdern behaupten sollte28׳. 28 Er vollzieht dann einen Gang* durch die jüd. Geschichte und weist die Vorherrschaft des Stammes Juda in den verschiedensten Epochen auch im Exil, er wird wohl an seine eig־ene Stellung־ und Abstammung dabei gedacht haben (vgl. auch מעיני V, 2 S. 32b und Guttmann S. 99 Anm. 3). Ausführlicher behandelt Abr. dieses Thema iim Gehkmt. (ed. Hanau 1710 S. 92d ff.); vgl. Ad!. Posnanski, Schilo 1904 S. 193 ff. Im Samkmt. gibt er noch eine andere Erklärung für den genannten Vers, die er im Genkmt. fort״ gelassen hat. Posnanski hat sie in seinem groß angelegten Werk unberück״ sichtigt gelassen, deswegen möge sie hier folgen: ♦ * * או בפרש מלת שבט על המכות והעונשים •כמו ופקדתי בשבט. פשעם ובנגעים עונם יאמר שלא יסור שבט הנגע מעל יהודה כי יבוא לגלות פעמים ויעגש שם מכה רבה ויסורין קשים וזכר שעם כל זה לא יסור מחוקק מבין רגליו י Eine ähnliche Erklärung findet sich bei Isaak Arama (vgl. Posnanski a. a. O. S. 191), aber auch schon bei älteren Polemikern; vgl. Urbach, Etudes sur 10 Literature polemique usw. in REJ 1935 S. 77 Anm. 3. 29 מאשר היה דוד טוב עם ה׳ ועם אנשים נתן לו האל ית' המלכות לכל בניו עד עולם לא מהיותו משבטי יהודה כי אם מפאת עצמו ושלמותו♦ * ובתנה לשבט יהודה בעבור דוד ולא לדוד בהיותו משבט יהודה ואעידה לי עדים נאמנים ♦ Seinen Standpunkt über die Dauer der Herr״ Schaft des david1. Hauses präzisiert Abr. im Kmt. zu I Kö 12. Trotz seines

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