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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 3 · p. Seite 258

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 3
Article
Die Staatsauffassung des Don Isaak Abrabanel
Date
1937-01-01
Page
Seite 258 (sequence 2)
Language
German
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258 Ephraim E. Urbach kommentar, bei entsprechenden Stellen, auf die genannte Frage einzugehen, zumal im Kommentare zum Königsgesetz Deut 1713 ff. und bei der Erklärung von I Sam 8—125. Er versucht den Nachweis der Richtigkeit seiner Anschauung vom Werte, oder besser vom Unwerte, der Monarchie, aber auch den Beweis, daß die Bibel, wenn sie nicht seine Ansicht bestätigt, so doch zumindest ihr nicht widerspricht. Er verfährt dabei so, daß er bei jeder Einzelfrage zuerst den Standpunkt der Schrift zu ermitteln sucht, um ihn dann mit Argumenten, meistens historischer Art, zu bekräftigen. Im Samuelkommentar geht Abr. der Ursache nach, die den Propheten zur Ablehnung der Forderung des Yolkes nach der Einsetzung eines Königs führte. Er führt dabei alle Erklärungsversuche seiner Vorgänger an und meint, daß sie alle die Ablehnung Samuels nicht für grundsätzlich halten, sondern für bedingt entweder durch die Form, in der das Volk seine Forderung äußerte, oder durch die Absicht, die mit ihr verbunden war, oder endlich durch den Zeitpunkt, der für ihre Aufstellung gewählt wurde. Abr. widerlegt jede der fünf Ansichten, die er zur Erklärung der aufgeworfenen Frage anführt, und wendet am Schluß gegen sie alle ein, weshalb denn Josua und die Richter keinen König wählten, wenn dies eine göttliche Vorschrift war6. Besonders ausführlich setzt er sich mit dem Erklärungsversuch des Paulus aus Burgos aus- 5 Die Ausführungen in beiden Kommentaren (im fgd. Kmt.) decken sich zum!großen Teil. Den Dtkmt. hat er zwar bereits in Lissabon begonnen, er ist ihm aber auf der Flucht aus Portugal abhanden gekommen und erst in Korfu — also nach 1495 — in seine Hände gelangt (Guttmann Sw 18 und S. 3 Anm.). Abr. scheint den Kmt. nach der Wiederauffindung neu bear« beitet zu haben. Er beruft sich in ihm auf den im Jahre 1483 aus« gearbeiteten Kmt. z!u Samuel. So Dtkmt. Ed;. Hanau 1710 S. 295c ובפרושי לספר שמואל בפרשה רביעית זכרתי בזה הדרוש ג׳כ דעות ♦ " י Im! allgemeinen ist die für uns in Frage kommende Abhandlung des Dtkmts. nur eine Kürzung der be« treffenden Stelle im Samkmt. Die Erweiterungen sind meistens durch den Ort, an dem sie stehen, bedingt. 6 Vgl. Samkmt• Ed. Pesaro 1520 Fol. 47 ff: ומלבד הבטולים אשר זכרתי לדעת האלה הנה עוד אקשה לכלם יחד כי אם ששאלת מלך בסתם היה דבר גאות ומצוה ממצות התורה ולא היה הפסד כי אם באופן השאלה או בזמנה או בכוונתם למה אם כן יהושע ושאר השופטים לא המליכו מלך ואיך עברו כלם על המצוה הזאת ♦ * *

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